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Erste Schwarze als Richterin am obersten US-Gericht in Amt eingeführt

Erste Schwarze als Richterin am obersten US-Gericht in Amt eingeführt

30.09.2022, 19:5801.10.2022, 13:07

Ketanji Brown Jackson ist als erste schwarze Frau in der amerikanischen Geschichte als Richterin am Supreme Court der USA ins Amt eingeführt worden. Die 52-Jährige hatte bereits Ende Juni am Obersten Gerichtshof des Landes ihren Amtseid abgelegt. Am Freitag folgte eine förmliche Amtseinführungszeremonie am Gericht in der US-Hauptstadt Washington – im Beisein von US-Präsident Joe Biden und anderen hochrangigen Mitgliedern der Regierung. Am kommenden Montag beginnt die neue Sitzungsperiode des Supreme Courts.

Justice Ketanji Brown Jackson, left, is joined by her husband, Dr. Patrick Jackson, following her formal investiture ceremony at the Supreme Court in Washington, Friday, Sept. 30, 2022. (AP Photo/J. S ...
Ketanji Brown Jackson und ihr Ehemann bei der Einführungszeremonie.Bild: keystone

Jackson folgt auf den langjährigen Richter Stephen Breyer, der in den Ruhestand ging. Breyer hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, sich in diesem Sommer nach fast drei Jahrzehnten an dem Gericht von seinem Posten zurückzuziehen. Biden bekam so zum ersten Mal in seiner Amtszeit die Chance, einen der neun Richterposten nachzubesetzen. Richter am Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt und müssen in einem aufwendigen Prozedere vom Senat bestätigt werden. Jackson nahm diese Hürde schon Anfang April.

An der konservativen Mehrheit am obersten US-Gericht ändert der Personalwechsel nichts. Breyer und Jackson gehören beide dem liberalen Lager an. Bidens republikanischer Vorgänger Donald Trump hatte in seiner Amtszeit drei Richter am Supreme Court platzieren können und das Gericht so auf längere Sicht nach rechts gerückt. Momentan gelten sechs der neun Richter als konservativ. (sda/dpa)

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4 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Guerzo
30.09.2022 23:20registriert Februar 2016
Ich hoffe, ich erlebe die Zeit noch, wo weder Geschlecht noch Hautfarbe eine Nachricht wert sind.
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«Widerwärtig»: Eltern von ICE-Opfer werfen US-Regierung Lügen vor
Die Eltern des bei einem Einsatz von Bundesbeamten der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis erschossenen Mannes werfen den Einsatzkräften vor, ihren Sohn ohne legitimen Grund erschossen zu haben.
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