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Victoria's-Secret-Milliardär streitet Epstein-Nähe ab

FILE - Chairman and CEO of Victoria's Secret parent L Brands Les Wexner tours the exhibit at the Wexner Center for the Arts in Columbus, Ohio, Sept. 19, 2014. (AP Photo/Jay LaPrete, File)
Epstein ...
Leslie Wexner streitet ein enges Verhältnis zu Jeffrey Epstein ab.Bild: keystone

Victoria's-Secret-Milliardär streitet Epstein-Nähe ab – dabei besuchte er dessen Insel

Die Demokraten im US-Kongress haben Zweifel an Aussagen des Milliardärs Leslie Wexner geäussert, wonach dieser keine Beziehungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gepflegt habe.
19.02.2026, 04:4119.02.2026, 04:41

«Ich glaube Herrn Wexner nicht, wenn er sagt, er habe keine persönliche oder freundschaftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein gehabt», sagte Robert Garcia, der führende Vertreter des Aufsichtsausschusses.

Man solle stattdessen den Opfern zuhören, die von einer direkten Verbindung zwischen Epstein und Wexner berichtet hätten. Garcia sprach von mehr als eine Milliarde Dollar, die der Unternehmer Epstein entweder überwiesen oder gegeben haben soll. Garcia zufolge will Wexner allerdings von einem Grossteil des Geldes nichts gewusst haben.

Eine Gruppe von Demokraten war nach New Albany im US-Bundesstaat Ohio aufgebrochen, um mit dem früheren Unternehmer unter Eid zu sprechen. Garcia zeigte sich verwundert darüber, dass Wexner nicht mit Epstein befreundet gewesen sein soll, obwohl er zugleich zugegeben hätte, auf beiden Inseln des Sexualstraftäters gewesen zu sein.

Medien zitieren Wexner: war naiv und leichtgläubig

Medienberichten zufolge hatte Wexner in einem Statement an das Aufsichtsgremium angegeben, auf Epstein reingefallen zu sein. «Ich war naiv, töricht und leichtgläubig, Jeffrey Epstein zu vertrauen», zitierten etwa der US-Sender CNBC und die «New York Times» aus dem Schriftstück. «Er war ein Betrüger. Und obwohl ich betrogen wurde, habe ich nichts Unrechtes getan und nichts zu verbergen», heisst es weiter.

Der heute 88-Jährige hatte mit seinem Konzern L Brands zahlreiche US-amerikanische Marken gross gemacht, darunter Victoria's Secret, Bath & Body Works und Abercrombie & Fitch. (sda/dpa)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Special K
19.02.2026 06:13registriert August 2016
Er hat Epstein sein Haus in New York City geschenkt. Völlig normal unter reichen Leuten, dass man entfernten Bekannten millionenteure Immobilien schenkt. Hier gibt es nichts zu sehen, gehen Sie weiter.
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Ikarus
19.02.2026 06:53registriert Juni 2015
Deswegen waren ja auch mindestens 2 seiner Unternehmen wegen Sexismus und Ausbeutung in den Medien.. dürfte dabei zwar weniger um Minderjährige gegangen sein aber trotzdem ging's nur um die Beschaffung von jungen Frauen und Männern für die Elite.
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