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USA: Betrüger gibts sich als vermisster Timmothy Pitzen aus

Timmothy Pitzen wird in den USA seit 2011 vermisst.
Timmothy Pitzen wird in den USA seit 2011 vermisst.Bild: national center for missing and exploited children

Das ist nicht der seit 8 Jahren vermisste Timmothy – Betrüger fliegt auf

05.04.2019, 05:2905.04.2019, 05:45
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Mittels DNA-Test haben US-Ermittler einen Hochstapler entlarvt, der falsche Hoffnungen auf das Auftauchen eines seit 2011 vermissten Knaben genährt hatte. Dies teilte die Bundespolizeibehörde FBI in Louisville im US-Staat Kentucky teilte am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Dieser 23-Jährige gab sich als Timmothy Pitzen aus.
Dieser 23-Jährige gab sich als Timmothy Pitzen aus.Bild: pd

Der Mann habe sich fälschlicherweise als Timmothy Pitzen ausgegeben. Dieser war im Alter von sechs Jahren verschwunden. Das sei das eindeutige Ergebnis eines nun vorgenommenen DNA-Vergleichs.

Bei dem Betrüger soll es sich vielmehr um einen vorbestraften 23-Jährigen aus dem US-Staat Ohio handeln, wie die Zeitung «Cincinnati Enquirer» unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtete.

Der Hochstapler war am Mittwoch in Kentucky aufgetaucht, hatte sich als Timmothy Pitzen ausgegeben und behauptet, nach jahrelanger Entführung seinen Peinigern entkommen zu sein.

Der kleine Junge aus Aurora in Illinois war im Mai 2011 verschwunden. Medien zufolge hatte ihn seine Mutter damals auf einen mehrtägigen Ausflug mitgenommen – doch zwei Tage, nachdem die beiden ihr Zuhause und den Vater verlassen hatten, wurde die Mutter tot in einem Hotel gefunden. Sie soll Suizid begangen und eine Notiz hinterlassen haben.

Darin habe es geheissen, Timmothy sei sicher bei Menschen untergebracht, die sich um ihn kümmerten, man werde ihn jedoch nie finden, berichtete der Sender CNN. Timmothys Familie hörte nie auf, nach dem Knaben zu suchen.

Einwohner waren am Mittwoch in Newport (Kentucky) auf den Mann aufmerksam geworden. Der Polizei erzählte er, seinen zwei langjährigen Entführern entkommen zu sein, indem er aus dem Zimmer einer Motel-Kette geflüchtet sei. (mlu/sda/dpa/afp)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Janis Joplin
05.04.2019 07:03registriert April 2018
Na danke für nichts! Die arme Familie....
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chnobli1896
05.04.2019 07:17registriert April 2017
Wie schäbig..
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ksayu45
05.04.2019 07:22registriert August 2015
Warum tut man sowas? Nur wegen der Aufmerksamkeit?
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