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Dozentin Dr. Norman weiss, wie man ein Baby zu halten hat. bild: facebook/natalie norman

Während Prüfung – Dozentin kümmert sich um krankes Baby ihrer Schülerin



Vom Ruf, ein Schoggi-Leben zu führen, werden Studenten ähnlich hartnäckig verfolgt, wie die italienischen Fussballer von demjenigen der ewigen Schwalben. Tatsächlich kann ein Studium aber sehr herausfordernd sein, natürlich immer abhängig von der Belastung, die neben Vorlesungen, Arbeiten und Tests so anfällt.

Davon ein Lied singen kann die Amerikanerin Katie Lewis. Die 22-Jährige befindet sich in der Endphase ihres Bachelor of Science in Krankenpflege und ist seit kurzem alleinerziehende Mutter von Töchterchen Allie.

Bereits die Schwangerschaft sei aufgrund akuter Übelkeit anstrengend gewesen, sagte Lewis gegenüber «Good Morning America», seit der Geburt sei es nun natürlich nicht weniger stressig:

«14 Tage nachdem Allie auf die Welt kam, musste ich zurück in die Schule und eine Klausur schreiben. Ich sagte Dr. George im Scherz, dass ich sauer auf sie sei, weil ich mein zwei Wochen altes Baby zu Hause lassen müsse – zum ersten Mal. Sie sagte, sie hätte sie sehr gern gehalten. Naja, und drei Wochen später war es dann so weit.»

In einem Facebook-Post schreibt Natalie Norman, eine Kommilitonin von Katie Lewis:

«Es gibt Lehrer, die ungläubig den Kopf schütteln, weil du während der Krankenpflegeschule arbeiten gehst, und Pläne in allerletzter Sekunde abändern, weil sie deine Zeit und Verpflichtungen nicht wertschätzen. Und dann gibt es Lehrerinnen wie Dr. George, die dein krankes Baby halten, während du einen Test schreibst, weil du auf den letzten Drücker keinen Babysitter mehr bekommen hast.»

Gegenüber «Good Morning America» ergänzt Norman:

«Sie hat uns schon immer gesagt, dass wir Klausuren nicht ausfallen lassen und ihr Bescheid sagen sollen, wenn wir in eine Zwickmühle geraten. Sie fand es nicht nur in Ordnung, sie freute sich richtig, das Baby halten zu können. Sie hatte sie bestimmt eine Stunde auf dem Arm.»

Für die frischgebackene Mutter Katie Lewis ist klar, dass Dozenten wie Dr. George der Grund seien, dass es für Single-Mütter überhaupt möglich sei, einen Abschluss zu machen. Auch die Facebook-Gemeinde zeigte sich gerührt über die unerwartete Hilfe:

«Das ist wunderbar. Danke Dr. George, dass sie sich die Zeit nehmen und sich um ihre Studenten kümmern»

«Ich kenne sie nicht, aber das ist grossartig»

«Was für ein Segen muss sie für ihre Studenten sein»

«Wirklich erstaunlich. Ich wünsche allen Pflegelehrern, dass sie dieses Mitgefühl und Verständnis haben»

«Sie ist die Beste. Ich vermisse sie wirklich»

(rst)

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