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«Möglichkeit, dass eine Bombe an Bord war» – Auch Obama sieht Anschlag als wahrscheinliche Absturzursache

Nach der britischen Regierung hat auch US-Präsident Barack Obama einen Bombenanschlag als mögliche Ursache für den Absturz des russischen Passagierflugzeugs auf der Sinai-Halbinsel genannt. Er blieb indes deutlich vorsichtiger als der britische Premier.



«Ich denke, es gibt eine Möglichkeit, dass eine Bombe an Bord war. Und wir nehmen das sehr ernst», sagte Obama am Donnerstag in einem Interview des Radiosenders Kiro/CBS. Für eine endgültige Aussage zu der Ursache des Absturzes, bei dem am Samstag alle 224 Menschen an Bord starben, sei es zu früh. Zunächst müssten die Geheimdienste und andere Ermittler ihre Arbeit tun, sagte Obama.

Der britische Premierminister David Cameron hatte zuvor gesagt, es sei «mehr als wahrscheinlich», dass der Airbus von einer Bombe zerstört worden sei. Cameron berief sich auf «Geheimdienstinformationen».

Offenbar als Konsequenz aus dem Absturz drängen die USA einem Medienbericht zufolge auf strengere Sicherheitskontrollen an ausländischen Flughäfen. Betroffen seien einige Flughäfen mit direkten Verbindungen in die USA, berichtete der Sender ABC. Das Ministerium für Innere Sicherheit erwäge auch, die Gepäckkontrollen an US-Flughäfen zu verschärfen.

Vertreter der Sicherheitsbehörden in den USA hatten erklärt, eine Urheberschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei wahrscheinlich. Eine mit dem IS verbündete Islamistengruppe hatte sich zu dem Anschlag auf das russische Flugzeug bekannt.

Britische Airlines fliegen wieder

Die Regierung in London hatte vorübergehend alle Flüge in den ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich ausgesetzt, von wo die Maschine gestartet war. Ab Freitag sollen die britischen Airlines ihre Flüge wieder aufnehmen. Mit der Regierung in Kairo seien zusätzliche Sicherheitsmassnahmen vereinbart worden, teilte das Büro von Premierminister Cameron mit.

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Flugzeugabsturz Metrojet im Sinai
quelle: x02738 / mohamed abd el ghany
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Grossbritannien, die Niederlande, Irland und auch die Lufthansa hatten den Flugbetrieb nach dem Absturz ausgesetzt. Das belgische und das französische Aussenministerium rieten von Reisen zum ägyptischen Ferienort Scharm el-Scheich ab. Es gebe keine ausreichenden Garantien für die Sicherheitskontrollen auf dem dortigen Flughafen. (dwi/sda/reu/dpa)

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