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Die Demokratin Kate Marshall wirbt auf dem Campus der University of Nevada für Wähler. Die Politikerin bewirbt sich für das Amt des Vize-Gouverneurs im Bundesstaat Nevada. 
Die Demokratin Kate Marshall wirbt auf dem Campus der University of Nevada für Wähler. Die Politikerin bewirbt sich für das Amt des Vize-Gouverneurs im Bundesstaat Nevada. Bild: shutterstock

Warum die Demokraten gute Chancen haben (besonders dank einer Bevölkerungsgruppe)

06.11.2018, 05:0306.11.2018, 08:02

Am Vorabend der Zwischenwahlen scheinen die Demokraten in der Wählergunst vorne zu liege. Wie aus einer Umfrage von CNN hervorgeht, soll ihr Vorsprung im zweistelligen Prozentbereich liegen. Insgesamt gaben 55 Prozent aller Befragten an, die Demokraten zu unterstützen, während 42 Prozent die Republikaner wählen würden.

Bild: screenshot cnn.com

Die Demokraten könnten besonders von Wählerinnen profitieren: 62 Prozent aller Frauen würden für die Demokraten stimmen – nur 35 Prozent für die konservative Partei. Bei den Männern ist der Unterschied zwischen den beiden Lagern minim. Die Befürworter der Republikaner liegen mit nur einem Prozentpunkt mit 49 Prozent vorne.

Bildung und Herkunft

Aus der Umfrage geht zudem hervor, dass 88 Prozent der Afroamerikaner (beide Geschlechter) die Demokraten bevorzugen. Beim Bevölkerungsanteil mit lateinamerikanischer Herkunft sind es 66 Prozent.

Zwei US-Bürger in einem Wahllokal.
Zwei US-Bürger in einem Wahllokal.Bild: shutterstock

Die Demokraten erhalten bei gebildeten Frauen deutlich mehr Zustimmung. 68 Prozent der weissen Bevölkerung und 79 Prozent aller übrigen Ethnien mit Hochschulabschluss stimmen klar für die liberale Partei.  

Anders verhält es sich bei Männern europäischer Herkunft. 57 Prozent der männlichen weissen Bevölkerung wählten die Republikaner – bei Männern ohne Hochschulabschluss waren es sogar 65 Prozent.

Widerstand gegen Trump

Ungefähr 7 von 10 Wählern gaben zudem an, dass sie mit ihrer Stimme ein Zeichen setzen wollen. 42 Prozent aller Umfrageteilnehmer möchten damit Widerstand gegen Trump zum Ausdruck bringen. 28 Prozent hingegen unterstützen ihn und ebenso viele sagten, dass sie ihre Entscheidung unabhängig vom aktuellen Präsidenten treffen werden.

US-Präsident Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump.Bild: AP/AP

Trumps Beliebtheit hat sich seit Oktober weiter verschlechtert. Genoss er vor rund einem Monat noch Unterstützung von 41 Prozent der Befragten, so sank diese gemäss dem CNN-Bericht auf 39 – 55 Prozent wollen ihn sogar ganz weg haben. Das sind die schlechtesten Umfragewerte eines amtierenden Präsidenten in dessen ersten Amtsperiode vor den Midterms seit Eisenhower.

Ein wenig mehr als die Hälfte wertet die Leistung des Präsidenten als unzureichend. Rund ein Drittel hingegen ist mit seiner Arbeit zufrieden. 11 Prozent machten dazu Angaben.

Vor den Midterm-Wahlen geben Trump und Obama nochmal alles:

Video: srf

Warum gehen die Leute wählen?

Die wichtigsten Themen bei der Bevölkerung für die bevorstehenden Wahlen sind Gesundheitsfürsorge, Einwanderung, Wirtschaft, Korruption und Waffenpolitik.

Für 71 Prozent der Befürworter der Demokraten ist die Gesundheitsvorsorge ein zentrales Thema – bei den Wählern der Republikaner hingegen nur für 37 Prozent. Einwanderung ist für rund zwei Drittel der konservativen Wähler ein zentrales Thema. Bei den Demokraten interessieren sich lediglich 44 Prozent dafür. Ähnlich sieht es bei der Wirtschaft aus: 60 Prozent der republikanischen Anhänger interessieren sich dafür, bei den liberalen Wählern sind es nur 39.

Von den Umfrageteilnehmern, die dem konservativem Lager zugeordnet werden können, sind gerade mal 8 Prozent an der Untersuchung der Russland-Affäre um Trump interessiert – bei den Demokraten sind es wesentlich mehr. In einem Thema besteht jedoch Konsens: Mehr als 50 Prozent beider Lager gaben an, dass Trump ihre Entscheidung beeinflusst. 

Gespaltenes Amerika

Einig ist man sich in einem weiteren Punkt. 80 Prozent aller Befragten sind der Ansicht, dass die USA – im Vergleich zu früheren Jahren – tief gespalten sind. Für 85 Prozent trat dieser Zustand nach der Wahl von Trump ein. Drei Viertel vertreten zudem den Standpunkt, dass die momentane Politik Gewalt gegen Menschen fördert.

Wie Umfrage von CNN wurde vom 1. bis 3. November vom Forschungsinstitut SSRS durchgeführt. Dazu wurden 1518 Personen telefonisch befragt. (vom)

Kanye West trifft Donald Trump:

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Kanye West trifft Donald Trump
quelle: epa/bloomberg / john taggart / bloomberg / pool
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So macht diese Sängerin Trump fertig:

Video: srf/SDA SR
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