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Bild: AP/AP
Interview

«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.
05.11.2018, 19:58

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen?
Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

«Auch den Tod von Gaddafi habe ich richtig vorausgesagt.»

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese mit Intuition?
Ich arbeite rein intuitiv und löse mich vollkommen von logisch-rationalen Analysen. Ich beschäftige mich mit der Aura, der Ausstrahlung eines Menschen, und leite daraus sein Schicksal ab. Anhand der Aura kann ich das Potential eines Menschen abschätzen. Auch Nationen haben übrigens eine Aura, eine kollektive.

Sagt Trump ein böses Ende voraus: Aura-Analyst Martin Zoller.
Sagt Trump ein böses Ende voraus: Aura-Analyst Martin Zoller.

Wie muss man sich Ihre Aura-Analyse konkret vorstellen?
Wie TV-Gucken. Ich sehe Bilder, die mir zeigen, in welche Richtung sich etwas entwickeln wird. Ich habe beispielsweise vor den Bundestagswahlen in Deutschland im letzten Herbst vorausgesehen, dass es wieder zu einer grossen Koalition kommen wird.

Müssen Sie sich speziell vorbereiten, oder können Sie die Augen schliessen – und der Film läuft ab?
Ich schliesse die Augen, meditiere und konzentriere mich auf ein Thema. Nach etwa zehn Minuten tauchen die Bilder auf.

Ein buddhistischer Mönch beim Meditieren. Auch Zoller meditiert, bevor er prognostiziert. 
Ein buddhistischer Mönch beim Meditieren. Auch Zoller meditiert, bevor er prognostiziert. 
Bild: EPA/EPA

Können Sie das spontan machen?
Nein, ich muss das Thema im Vorfeld kennen. Jede x-beliebige Frage kann ich nicht beantworten.

Wie haben Sie diese Fähigkeiten erworben? Sind sie angeboren oder mussten Sie sich darin ausbilden?
Schon als Kind waren meine intuitiven Fähigkeiten extrem stark ausgebildet. Im Alter von 20 Jahren bin ich nach Indien gereist und habe eine vertiefte Ausbildung genossen.

Zur Person
Der Hellsichtige Martin Zoller aus Riehen/Basel äussert sich regelmässig zu politischen Ereignissen, und er hat mit seinen Aussagen bereits etliche verblüffende Treffer gelandet. So gelang es ihm nicht bloss, weit im Voraus die Wahl des US-Präsidenten Donald Trump entgegen aller Auguren korrekt vorauszusagen. Seine Prognosen veröffentlicht er auch regelmässig auf seiner Webseite. Sein Buch «In meinen Augen» ist soeben im Verlag Edition Spuren erschienen

Seit wann machen Sie politische Voraussagen?
Seit rund 15 Jahren. Ich pendle zwischen Panama und Bolivien und arbeite oft mit südamerikanischen Politikern und Journalisten zusammen. Auch mit dem Nahen Osten beschäftige ich mich intensiv. So habe ich den Tod Gaddafis vorausgesagt. Meine Voraussagen veröffentliche ich regelmässig auf meiner Webseite und verschiedenen sozialen Medien. Sie sind also überprüfbar.

Sie sind professioneller Aura-Analyst geworden. Wie sieht das im Alltag aus?
Gerade vorhin habe ich mit einem deutschen Politiker telefoniert, den ich bis zum Wahlkampf 2021 coachen werde. Im kommenden Jahr sind Wahlen in Bolivien. Auch dort werde ich engagiert sein. Daneben schreibe ich Bücher über Intuition und leite Seminare.

«Ich sehe für Trump die gleichen Bilder wie für Gaddafi.»

Arbeiten Sie auch mit sehr rechten oder sehr linken Politikern zusammen?
Wenn ich eine gute Verbindung zum Menschen habe, arbeite ich mit ihm unabhängig seiner Partei zusammen. Rechts- oder Linksextreme lehne ich jedoch ab.

Kehren wir zu Trump zurück. Wie ging es nach seiner Wahl zum US-Präsidenten weiter?
Als er Brett Kavanaugh als Obersten Bundesrichter vorgeschlagen hat, wusste ich, dass er es auch schaffen wird.

Weshalb?
Eine meiner Voraussagen zur Amtszeit von Trump war, dass sie das amerikanische Justizsystem sehr stark beeinflussen werde. Daher war mir auch klar, dass er mit Kavanaugh Erfolg haben würde.

Wie werden nun die Zwischenwahlen ausgehen?
Trump wird die Macht verlieren. Ich gehe davon aus, dass die Demokraten mindestens im Abgeordnetenhaus die Mehrheit gewinnen, vielleicht sogar auch im Senat.

Können Sie diese «blaue Welle» quantifizieren?
Nein, ich kann nur sagen, dass Trump nach Ablauf der ersten Hälfte seiner Amtszeit die Macht teilen muss.

Und wie geht es dann mit ihm weiter? Wird er ein zweites Mal gewählt?
Nein, Trump wird sterben. Ich habe für ihn gegen Ende seiner ersten Amtszeit die genau gleichen Bilder wie für Gaddafi. Dessen Tod habe ich ein halbes Jahr, bevor er tatsächlich eintraf, vorausgesagt.

Politisch sterben, will heissen, ein Impeachment, oder physisch sterben?
Richtig sterben.

Wenn Politiker vergessen, dass sie Mikrofone tragen ...

Video: watson
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