International
USA

18 Jahre Haft: Bislang härteste Strafe für rechten Kapitol-Stürmer

18 Jahre Haft: Bislang härteste Strafe für rechten Kapitol-Stürmer

25.05.2023, 20:0325.05.2023, 22:54

Mehr als zwei Jahre nach dem Sturm auf das US-Kapitol in Washington ist der Anführer einer rechtsextremen Miliz zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der Gründer der «Oath Keepers», Stewart Rhodes, war bereits im November der aufrührerischen Verschwörung für schuldig befunden worden. Am Donnerstag legte ein Gericht in der US-Hauptstadt das Strafmass fest. Die 18 Jahre Haft sind die höchste Strafe, die wegen des Angriffs auf den Sitz des US-Parlaments im Januar 2021 bislang verhängt wurde, wie US-Medien berichteten.

FILE - Stewart Rhodes, founder of the Oath Keepers, speaks during a rally outside the White House in Washington, June 25, 2017. Rhodes has been sentenced to 18 years in prison for seditious conspiracy ...
Stewart Rhodes, Mitglied der «Oath Keepers».Bild: keystone

Der 58-Jährige war für schuldig befunden worden, ein Komplott geschmiedet zu haben - mit dem Ziel, den demokratischen Machtwechsel nach der Abwahl des republikanischen Präsidenten Donald Trump 2020 mit Gewalt zu verhindern. Der Straftatbestand der aufrührerischen Verschwörung ist besonders schwerwiegend. In der Justizgeschichte der USA wurde er bislang nur sehr selten angewandt. Auch vier weitere Mitglieder der «Oath Keepers» wurden deshalb bereits verurteilt. Das Gericht legte nach einem Bericht des Senders CNN am Donnerstag auch das Strafmass für Mitglied Kelly Meggs fest: zwölf Jahre Gefängnis.

Wegen aufrührerischer Verschwörung kann eine Höchststrafe bis zu 20 Jahren Haft verhängt werden. Die Anklage muss dafür aber nachweisen, dass es eine Verschwörung gab, um die US-Regierung zu stürzen oder um sich deren Autorität mit Gewalt zu widersetzen. Trump-Anhänger hatten den Sitz des US-Kongresses erstürmt, um zu verhindern, dass der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden vom November 2020 bestätigt wird. Es gab mehrere Tote. Trump hatte seine Anhänger in einer Ansprache angestachelt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Palantir-Chef kauft Wald in Schweden: Kritik von Anwohnern und Jägern
Alex Karp, Chef des US-Konzerns Palantir, hat im schwedischen Bergland ein riesiges Waldgebiet erworben. Jäger verloren ihre Reviere, Anwohner misstrauen dem Geschäft.
Der Chef des US-Softwarekonzerns Palantir, Alex Karp, hat im schwedischen Bergland rund 15'000 Hektar Wald- und Fjällgebiet gekauft. Verkäufer war der Forstkonzern SCA, der Kaufpreis lag bei 240 Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet mehr als 32 Millionen Euro. Zuerst berichtete der schwedische Fernsehsender SVT über den Fall. Völlig unklar ist bislang, was Karp mit dem Waldstück vorhat.
Zur Story