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Maher Tarabishi darf wegen ICE nicht an die Beerdigung seines Sohnes

Maher Tarabishi mit seinem Sohn Wael Tarabishi.
Maher Tarabishi wurde von ICE verboten, an die Beerdigung seines Sohnes zu gehen.Bild: instagram/afreemahertarabishi

Mann pflegte jahrelang seinen Sohn – nun verpasst er wegen ICE-Verhaftung die Beerdigung

Der Vater pflegte den schwerkranken Wael sein Leben lang. Nun wird ihm die Teilnahme an dessen Beerdigung verweigert.
31.01.2026, 11:1631.01.2026, 11:16

Maher Tarabishi wurde im letzten Oktober während eines ICE-Routine-Checks festgenommen und sitzt seither in Texas in Bundeshaft. Tarabishi war der Hauptbetreuer seines schwerkranken Sohnes Wael, der am 23. Januar verstarb. Nach diesem Schicksalsschlag hat die Einwanderungs- und Zollbehörde nun eine weitere böse Überraschung für die Tarabishi-Familie.

So hat ICE den Antrag des Vaters, an der Beerdigung seines Sohnes teilnehmen zu dürfen, abgelehnt. Das trotz einer öffentlichen Bitte der Familie. «Wir sind zutiefst enttäuscht über die Entscheidung der Einwanderungsbehörde ICE, Maher Tarabishi die Möglichkeit zu verweigern, sich von seinem geliebten Sohn Wael zu verabschieden», sagte dazu am Dienstag der Anwalt der Familie Ali Elhorr. Weiter meinte er:

«Die Entscheidung, ihm den Abschied zu verwehren, spiegelt den tragischen Mangel an Menschlichkeit der Verantwortlichen wider.»

Die Beerdigung hätte eigentlich am vergangenen Mittwoch stattfinden sollen. Am Dienstag sagte Elhorr, er habe sogar noch ein Gespräch mit den Einwanderungsbeamten, gehabt «die sich bereit erklärt hatten, Mahers bedingte Freilassung zu ermöglichen». So hätten sie bereits über die Logistik der Beerdigung und die Bedingungen von ICE für die Zulassung von Maher zur Beerdigung gesprochen. Im letzten Moment hätten sie sich jedoch gegen die Bewilligung entschieden.

Die Familienmitglieder äusserten sich ebenfalls zur Entscheidung der Einwanderungsbehörde und schrieben in einem separaten Statement, dass die Verhinderung der Anwesenheit von Maher an der Beerdigung seines Sohnes «die Wunden, die durch den Schmerz der letzten Monate entstanden sind, nur noch vertiefen würden».

Wael litt sein Leben lang an der sogenannten Pompe-Krankheit, die zu schwerer Muskelschwäche und Herzproblemen führt. Die Schwägerin des Kranken, Shahd Arnaout, sagte gegenüber CNN, dass die Familie Schwierigkeiten gehabt hätte, sich um Wael zu kümmern, als sein Vater in ICE-Gewahrsam kam. So sei dieser sein Hauptbetreuer gewesen und habe ihn gebadet, ihm die Kleidung gewechselt und ihm über eine Sonde Nahrung und Medikamente verabreichte. Er sei der einzige gewesen, der für die spezialisierte 24-Stunden-Betreuung ausgebildet gewesen sei.

Das sei dann auch der Grund gewesen, dass sich der Gesundheitszustand von Wael nach der Festnahme seines Vaters stark verschlechtert habe. Im November musste er zweimal ins Krankenhaus gebracht werden, bevor er am 23. Januar verstarb.

Ende 2025 wurde wegen des ganzen Skandals auf Instagram ein Account erstellt mit dem Namen @freemahertarabishi. Damit versuchte die Familie, Aufmerksamkeit auf den Fall zu lenken und Geld zur Freilassung von Maher Tarabishi zu sammeln.

Maher Tarabishi kam im Jahr 1994 aus Jordanien mit einem Touristen-Visa in die USA. Als dieses auslief beantragte er laut NBC 2006 Asyl. Dies wurde jedoch abgelehnt, obwohl Tarabishi zu diesem Zeitpunkt bereits über 10 Jahre in den USA wohnte. Seine Berufung wurde 2008 ebenfalls abgelehnt. Drei Jahre später wurde ihm jedoch aufgrund seiner Betreuungspflichten für seinen Sohn eine Aussetzung der Abschiebung und eine bedingte Entlassung gewährt. Zwischen 2011 und 2025 nahm Tarabishi regelmässig an Treffen mit den Einwanderungsbehörden teil.

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Minnesota Proteste gegen ICE
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quelle: fr172090 ap / adam gray
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