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Trump kündigt Begnadigung von Honduras Ex-Präsidenten an

Former Honduran President Juan Orlando Hernandez, center, is taken in handcuffs to a waiting aircraft as he is extradited to the United States, at an Air Force base in Tegucigalpa, Honduras, Thursday, ...
Juan Orlando Hernández wird in die USA ausgeliefert.Bild: AP

Trump kündigt Begnadigung von Honduras Ex-Präsidenten an

29.11.2025, 13:3629.11.2025, 13:36

Kurz vor der Präsidentschaftswahl in Honduras kündigt US-Präsident Donald Trump die Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels einsitzenden rechten Ex-Präsidenten Juan Orlando Hernández an. Zugleich versprach er US-Unterstützung für den Fall, dass der rechte Kandidat Nasry «Tito» Asfura gewählt wird, der für die Nationalpartei des Ex-Präsidenten Hernández antritt.

Wenn der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa gewinne, könne Honduras auf die Unterstützung der USA setzen, wenn nicht, würde Washington kein Geld verschwenden, schrieb Trump in zwei langen Posts auf seiner Plattform Truth Social.

Drei aussichtsreiche Kandidaten in Honduras

In dem mittelamerikanischen Land mit elf Millionen Einwohnern gibt es drei aussichtsreiche Hauptbewerber für die Präsidentschaft. Für die linke Regierungspartei Libre tritt die frühere Finanz- und Verteidigungsministerin Rixi Moncada an. Die aussichtsreichsten Oppositionskandidaten sind Asfura sowie Salvador Nasralla von der Liberalen Partei.

Trump schrieb, «Tito und ich können gemeinsam gegen die Narko-Kommunisten kämpfen und den Menschen in Honduras die dringend benötigte Hilfe zukommen lassen. Mit Moncada und den Kommunisten kann ich nicht zusammenarbeiten, und Nasralla ist kein verlässlicher Partner für die Freiheit und nicht vertrauenswürdig.»

Ex-Präsident soll Honduras zum Drogenstaat gemacht haben

Der in den USA einsitzende Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er in die USA ausgeliefert. Der Anklage zufolge soll er Honduras zum «Drogen-Staat» gemacht haben, um die Institutionen des Landes zu korrumpieren und sich zu bereichern.

Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern – darunter auch dem inzwischen in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín «El Chapo» Guzmán – geholfen haben, Hunderttausende Kilogramm Kokain über Honduras in Richtung USA geschleust zu haben.

Trump sieht Ex-Präsidenten unfair behandelt

Trump, der gerade Venezuela ins Visier genommen hat, weil er Präsident Nicolás Maduro Drogengeschäfte vorwirft, schrieb weiter, Hernandez sei nach Meinung vieler Menschen, die er sehr schätze, «sehr hart und unfair behandelt» worden. Deshalb werde er ihm eine vollständige und umfassende Begnadigung gewähren.

Das US-Justizministerium hatte nach der Verurteilung des Ex-Präsidenten zu 45 Jahren Haft geschrieben, als Präsident von Honduras habe Hernández seine Macht missbraucht, um eine der grössten und gewalttätigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit zu unterstützen. Die Folgen hätten die Menschen von Honduras und in den Vereinigten Staaten zu tragen gehabt. (sda/dpa)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Die schallende Ohrfeige
29.11.2025 15:56registriert Juni 2025
Er begnadigt einen wegen Drogenhandels einsitzenden korrupten Präsidenten, der geholfen hat Hunderttausende Kilogramm Kokain über Honduras in Richtung USA zu schleusen, aber gleichzeitig ermordet er angebliche Drogendealer ohne Verfahren auf hoher See, und erklärt praktisch gerade Venezuela den Krieg, weil er Präsident Nicolás Maduro Drogengeschäfte vorwirft, und das angeblich im Kampf gegen den Drogenhandel? Dieser Mann ist eine Gefahr für die Welt und sollte von den Amis sofort abgesetzt werden.
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Jacob Crossfield
29.11.2025 14:00registriert Dezember 2014
Politische Einflussnahme in ausländische Wahlen, läuft bei Trump. Ihm hat ja sein Buddy, der Bonsai-Zar, auch geholfen.
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Garp
29.11.2025 13:55registriert August 2018
Das hat sicher mit der Sonderentwicklungszone Pròspera zu tun, die auf einer Insel in Honduras liegt, wo eine Privatstadt im Entstehen ist. Man ist da frei von Forschungsauflagen und Regulierungen. Thiel mischt dort natürlich auch wieder mit.

Donald Trump hat in seinem letzten Wahlkampf auch Städte mit weniger Regulierung versprochen – «Freedom Cities» nennt er sie.
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