Anschlag auf Synagoge in Michigan: Verdächtiger nach Rammattacke getötet
Nach Informationen von CNN ereignete sich der Vorfall am helllichten Tag auf dem Gelände der grossen Reform-Synagoge, zu der auch eine Kindertagesstätte und eine Schule gehören. Der Sheriff teilte mit, dass nach aktuellem Stand keine Unbeteiligten oder Gemeindemitglieder verletzt wurden.
Strafverfolgungsbeamte berichteten, dass Rettungskräfte im hinteren Teil des Tatfahrzeugs eine grosse Menge Sprengstoff sicherstellten.
Nachdem das Fahrzeug das Gebäude gerammt hatte, reagierte das Sicherheitspersonal der Synagoge sofort. Die Wachleute eröffneten das Feuer und töteten den Verdächtigen noch am Tatort. Kurz darauf brach am Gebäude zudem ein Brand aus, der von der Feuerwehr bekämpft werden musste.
Steigender Antisemitismus
Der Angriff in Michigan reiht sich in eine Serie von Übergriffen auf jüdische Einrichtungen in den USA ein. Viele Synagogen und jüdische Schulen haben ihre Sicherheitsmassnahmen bereits im Vorfeld drastisch verschärft, was im aktuellen Fall am Temple Israel Schlimmeres verhindert haben könnte. Die Ermittlungen zum Hintergrund des Täters dauern an.
Der Temple Israel in West Bloomfield, Michigan, bezeichnet sich selbst als die grösste Reformgemeinde der Vereinigten Staaten. Das Reformjudentum verfolgt eine moderne Auslegung jüdischer Traditionen. Die Gemeinde zog 1980 an den aktuellen Standort in West Bloomfield um. Das Areal umfasst etwa acht Hektar. (val)
