International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A Syrian army soldier walks inside the Crac des Chevaliers, a UNESCO World Heritage site, in the Homs countryside, Syria August 2, 2015. Syria's tourism minister Bishr Yazigi announced on Sunday the re-opening of the Crac des Chevaliers for tourists and the start of the al-Wadi festival. REUTERS/Omar Sanadiki

Ein syrischer Soldat. Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

USA schützen offenbar syrische Rekruten vor Assads Armee

Das US-Militär bildet seit Mai Einheimische im Kampf gegen die IS-Miliz aus. Diese Soldaten sollen ausdrücklich nicht gegen die Regierungstruppen eingesetzt werden. Nun wird die Einheit aber offenbar auch vor Angriffen von Assads Armee geschützt.



US-Präsident Barack Obama lässt Insidern zufolge die vom amerikanischen Militär ausgebildeten Kämpfer in Syrien auch vor Angriffen von Regierungstruppen schützen. Damit könnte es zu Konfrontationen kommen zwischen US-Einheiten und der Armee von Präsident Baschar al-Assad.

Die US-Luftwaffe werde die Einsätze der Aufständischen aus dem amerikanischen Rekrutierungsprogramm gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) unterstützen, verlautete am Sonntag aus US-Kreisen. Allerdings werde man diese Einheiten nun auch gegen jeden Angreifer verteidigen. US-Vertreter lehnten eine offizielle Stellungnahme ab. Zuerst hatte das «Wall Street Journal» von dem Vorgang berichtet.

Die USA gehen mit Luftangriffen direkt gegen den IS vor, der grosse Teile Syriens unter seine Kontrolle gebracht hat. Zudem bildet das US-Militär seit Mai Einheimische im Kampf gegen die Islamisten aus. Sie sollen ausdrücklich nicht gegen die Regierungstruppen eingesetzt werden.

Zusammenstösse zwischen syrischen und US-Truppen nicht ausgeschlossen

Am Freitag war die erste Gruppe dieser Miliz im Nordirak von anderen Aufständischen angegriffen worden. Daraufhin kam ihr die US-Luftwaffe zu Hilfe. In US-Kreisen ist wiederholt erklärt worden, man rechne nicht mit einem Vorgehen der syrischen Regierungstruppen gegen die US-Rekruten. Allerdings können unbeabsichtigte Zusammenstösse nicht ausgeschlossen werden.

Im syrischen Bürgerkrieg kämpfen die verschiedenen Rebellengruppen nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegeneinander. Die Islamisten der Nusra Front wollen zwar Assad stürzen, greifen aber auch gezielt andere Aufständische an, die Unterstützung aus dem Westen erhalten haben.

Ein Bündnis mit der syrischen Regierung gegen den IS lehnen die USA strikt ab. Allerdings hat das US-Militär bislang eine direkte Konfrontation mit den syrischen Truppen vermieden. Umgekehrt schiessen die Einheiten Assads nicht auf amerikanische Kampfflugzeuge, die IS-Stellungen bombardieren. (sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 03.08.2015 14:48
    Highlight Highlight Was man gerade erlebt, ist ein Rückfall des islamischen Halbmondes in eine Warlord-Gesellschaft.
    Die gesamte Region war geprägt von Stagnation, nur durch autoritäre Regime halbwegs stabilisiert. Nach dem Hinwegfegen der Regime in der grünen Revolution fehlte eine Chance der positiven Entwicklung, und in das Machtvakuum drängen radikale Kräfte.
    • zombie1969 03.08.2015 15:03
      Highlight Highlight 2)
      Sie bieten jungen Männern ohne Perspektiven eine Zukunft in der sie nicht mehr unbedeutend sein mussten: "Werde ein Krieger, und du wirst Teil einer Gemeinschaft, dein Leben wird Bedeutung erlangen, du darfst im Interesse unser guten Sache töten, du darfst dir nehmen was du willst, anderer Leute Eigentum und Frauen."
      Ein Angebot für viele, dem man kaum ein attraktiveres Angebot entgegensetzen kann.
      So baut der Daesh (IS) eine Kriegswirtschaft auf, die auf Terror. Und wenn sich dieser Brand noch weiter ausweitet wird man ein sehr unerfreuliches 21. Jahrhundert erleben.

Analyse

So will Donald Trump seinen teuflischen Plan durchsetzen

79 Tage liegen zwischen der Wahl des Präsidenten und seiner Amtseinsetzung. Diese Zeit will Trump nutzen.

Am 24. März 1933 liess Adolf Hitler vom deutschen Reichstag das sogenannte «Ermächtigungsgesetz» verabschieden. Es sicherte ihm die absolute Macht. Begründet wurde dieser Staatsstreich mit dem Brand des Reichstages, den ein gewisser Marinus von der Lubbe angeblich verursacht haben soll.

Donald Trump hat keine Möglichkeit, ein Ermächtigungsgesetz durch den amerikanischen Kongress zu peitschen. Anders als Putin, Orban, Erdogan & Co. kann er auch die Wahlen nicht so manipulieren, dass sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel