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Impeachment: Donald Trump könnte wegen diesen Notizen sein Amt verlieren

Neues Material gegen Trump.
Neues Material gegen Trump.Bild: Keystone/watson

Neue Impeachment-Enthüllung: Brechen diese Notizen Trump endgültig das Genick?

15.01.2020, 09:2515.01.2020, 13:54
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Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus haben nach eigenen Angaben weitere belastende Beweise für das bevorstehende Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat. Dabei handle es sich unter anderem um vertrauliche Telefondaten, heisst es in einer Mitteilung.

  • Da diese Daten «sensible persönliche Informationen» enthielten, würden sie nicht öffentlich gemacht.
  • Ausserdem habe ein Mann namens Lev Parnas, der Verbindungen zu Trumps Anwalt Rudy Giuliani habe, dem Geheimdienstausschuss belastendes Material zur Verfügung gestellt.

Ein Ausschnitt der Notizen wurde veröffentlicht:

Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, der Demokrat Adam Schiff, veröffentlichte Material von Parnas. Parnas und ein Kompagnon waren im Oktober in Washington festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, mit illegalen Wahlkampfspenden die Abberufung der damaligen US-Botschafterin in der Ukraine angestrengt zu haben.

Unter den von Schiff veröffentlichten Dokumenten ist unter anderem ein Brief von Giuliani, in der dieser sich in seiner Funktion als persönlicher Anwalt Trumps im Mai um ein Treffen mit dem designierten ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bemühte. In einer handschriftlichen Notiz von Parnas steht: «Bring Selenskyj dazu, anzukündigen, dass der Biden-Fall untersucht wird.»

Darum geht es in der Ukraine-Affäre:
Die Demokraten beschuldigen Trump, Selenskyj zu Ermittlungen gegen seinen politischen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben, um die US-Präsidentschaftswahl 2020 zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Sie sehen es als erwiesen an, dass Trump von der Ankündigung solcher Ermittlungen ein Treffen mit Selenskyj im Weissen Haus und die Freigabe von Militärhilfe für die Ukraine abhängig gemacht habe. Sie werfen ihm deswegen Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Repräsentantenhauses vor.

Wie geht es weiter beim Impeachment?

Das Repräsentantenhaus will an diesem Mittwoch die Übermittlung der beiden Anklagepunkte gegen Trump an den Senat beschliessen. Das ist Voraussetzung für den Beginn des Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten im Senat, das in den kommenden Tagen beginnen dürfte.

Die vier demokratischen Ausschussvorsitzenden teilten mit, die neuen Beweise würden gemeinsam mit weiteren Materialien, die den Anklagepunkten zugrundeliegen, an den Senat übermittelt.

(ll/sda)

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quelle: epa / jim lo scalzo
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84 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bcZcity
15.01.2020 10:19registriert November 2016
Und wenn man noch 30 angekettete Kinder mexikanischer Flüchtlinge in einer von Trumps Limousinen findet, welche er an Shooting Ranges in Texas für Zielübungen verkaufen wollte, würden ihn die Reps nicht abwählen. Dazu sind die Fronten zu verhärtet, die Horizonte zu kurz und die Eier zu klein.
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Kiro Striked
15.01.2020 09:33registriert August 2019
"Brechen diese Notizen Trump endgültig das Genick?"

Anwort: Nein
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rburri38
15.01.2020 09:49registriert Februar 2018
Wir sind traurigerweise so weit, dass Trump tun und lassen kann, wasser will. Er wird nie Abgewählt werden. Die einzige Chance ist die Wahl ende Jahr.
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