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Wikileaks-Informantin macht zweiten Suizidversuch öffentlich

Die inhaftierte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning hat einen zweiten Suizidversuch unternommen. Sie habe am 4. Oktober erneut versucht, sich das Leben zu nehmen, teilte sie ihrem Unterstützerkomitee mit.



FILE - In this undated file photo provided by the U.S. Army Pfc. Chelsea Manning poses for a photo wearing a wig and lipstick. Manning, a transgender soldier imprisoned in Kansas for leaking classified information to the WikiLeaks website will end a hunger strike after the Army agreed to allow her to receive medical treatment for her gender dysphoria, the American Civil Liberties Union announced Tuesday, Sept. 13, 2016. (AP Photo/U.S. Army, File)

Chelsea Manning. Bild: AP/U.S. Army

Die als Mann unter dem Namen Bradley Manning bekannt gewordene Informantin hatte während der Stationierung als Soldat im Irak hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der US-Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen und der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt.

Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstossen. Im Mai 2010 wurde der damalige Obergefreite auf einem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen, im August 2013 wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Nach der Verurteilung kündigte Manning an, sich ab sofort Chelsea zu nennen und als Frau leben zu wollen. Im April 2014 genehmigte ein US-Gericht die Namensänderung. Im Februar vergangenen Jahres erlaubte die US-Armee ihr dann auch eine Hormonbehandlung zur Geschlechtsumwandlung.

Im September trat sie im Militärgefängnis in Fort Leavenworth (Kansas) in einen Hungerstreik, um weitere Hilfe im Zuge der Geschlechtsumwandlung zu erhalten. Ihr Vertrauter Chase Strangio bestätigte, dass sie bereits im Juli einen ersten Versuch unternommen habe. (viw/sda/apa/afp)

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