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Tesla findet langsam aus Musk-Krise – und steigert Umsatz und Gewinn

Tesla findet langsam aus Musk-Krise – und steigert Umsatz und Gewinn

Tesla scheint die Krise wegen des politischen Aktivismus von Elon Musk langsam zu überwinden. Im vergangenen Quartal hat das Unternehmen dank wieder mehr Auslieferungen Umsatz und Gewinn verbessert.
23.04.2026, 05:0723.04.2026, 05:07

Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 22,39 Milliarden Dollar, wie der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte Elektroauto-Vorreiter mitteilte. Der Gewinn stieg um 17 Prozent auf 477 Millionen Dollar. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Plus von über drei Prozent.

A sign for Tesla is displayed at a facility on Wednesday, April 15, 2026, in Portland, Ore. (AP Photo/Jenny Kane)
US Energy Crisis Electric Vehicles
Bild: keystone

Die weltweiten Tesla-Auslieferungen kletterten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358'023 Fahrzeuge. Im Vorjahresquartal waren die Auslieferungen noch um 13 Prozent gefallen.

Musk erklärte bereits nach den Absatzrückgängen im vergangenen Jahr, die Zukunft von Tesla liege ohnehin in autonom fahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern. Zugleich brachte Tesla etwas günstigere Versionen des Model 3 und des Model Y auf den Markt.

Zu den Rückgängen im vergangenen Jahr hatte unter anderem eine Umrüstung der Produktionslinien für ein Update des Bestsellers Model Y beigetragen.

Ein weiterer gewichtiger Faktor waren die Kontroversen um die politischen Aktivitäten von Firmenchef Elon Musk, der eine Zeit lang ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump war und in dessen Auftrag die Regierungsausgaben stutzen sollte. Einige potenzielle Interessenten wurden von Musks rechten politischen Ansichten abgeschreckt.

Ausserdem sorgte Trump dafür, dass in den USA Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos wegfiel. Tesla brachte das einen Rekordabsatz mit der Torschlusspanik im dritten Quartal – mit einem darauffolgenden weiteren Rückgang. (sda/dpa)

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118 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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dergraf
23.04.2026 05:23registriert April 2016
Firmenchef ist und bleibt Musk. Einem Faschisten kauft man kein Auto ab.
Ausserdem gibt es auf dem Markt e-Autos, die besser sind und eerst noch günstiger.
Trug mich lange mit dem Gedanken, einen Tesla zu kaufen. Nachdem Musk begann, sich politisch zu äussern, sein ausbeuterisches Verhalten in seinen Produktionsbetrieben bekannt wurden, war's vorbei mit der Idee eines Teslakaufs! Es gibt, wie gesagt, sehr gute, wenn nicht bessere Alternativen!
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Güggel
23.04.2026 06:47registriert März 2017
Schade. Man scheint schon wieder vergessen zu haben, wer an der Spitze dieses Unternehmens steht.
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