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Der Bayer-Konzern hat einen weiteren Prozess in den USA verloren und ist mit einer Milliardenstrafzahlung konfrontiert. (Archivbild)

Stellt sich einer Welle von Glyphosat-Klagen: Der Chemiekonzern Bayer (Archivbild). Bild: EPA

Bayer spürt das Klima – und die Glyphosat-Klagen



Während die Glyphosat-Klagewelle gegen Bayer weiter an Fahrt gewinnt, bekommt der deutsche Chemiekonzern in seinem Agrargeschäft nun auch noch extreme Wetterschwankungen zu spüren. Der Ausblick für das laufende Jahr sei deshalb zunehmend ambitioniert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Noch rechnet Bayer für 2019 aber mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa vier Prozent auf rund 46 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns auf rund 12.2 Milliarden. Vorstandschef Werner Baumann zeigte sich zuversichtlich: «Bayer ist operativ auf Kurs.»

In der Pharmasparte konnte der Konzern kräftige Zuwächse verbuchen, auch das lange Zeit verhaltene Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten erholt sich wieder. Belastend wirkten sich jedoch Überschwemmungen in Nordamerika und die anhaltenden Handelskonflikte aus.

epa07561801 (FILE) - Werner Baumann, CEO of German pharmaceutical company Bayer seen during the annual shareholders' meeting of Bayer AG at the World Conference Center (WCC) in Bonn, Germany, 26 April 2019 (reissued 11 May 2019). The Paris Public Prosecutor's Office is initiating an investigation into the seed and pesticide manufacturer Monsanto for allegedly having kept a secret list of critics in France. The Bayer group, which took over Monsanto last year, is thus again threatened with legal trouble over its US subsidiary.  EPA/SASCHA STEINBACH

Werner Baumann, Vorstandschef von Bayer. Bild: EPA/EPA

5000 mehr Kläger

Überschattet wird das Tagesgeschäft von der Klagewelle wegen des Unkrautvernichters Glyphosat, die sich Bayer mit der 63 Milliarden Dollar teuren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto ins Haus geholt hatte. Inzwischen sieht sich der Konzern wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des von Monsanto entwickelten Herbizids mit 18'400 Klägern in den USA konfrontiert, rund 5000 mehr als zuletzt.

Bayer werde sich in all diesen Verfahren entschieden zu Wehr setzen, bekräftigte das Unternehmen. Man wolle sich aber auch «konstruktiv» in den Mediationsprozess einbringen, der von einem Bundesrichter in Kalifornien angeordnet wurde. Letztendlich dürfte Bayer die Klagen nur mit einem milliardenschweren Vergleich aus der Welt schaffen können.

Leichter Umsatzzuwachs

Im zweiten Quartal setzte der Konzern 11.5 Milliarden Euro um, währungs- und portfoliobereinigt war das ein Zuwachs um knapp ein Prozent. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) legte um rund ein Viertel auf 2.927 Milliarden zu. Dazu trug auch der Ergebnisbeitrag von Monsanto bei.

Allerdings setzten Bayer im Agrargeschäft die Überschwemmungen und starken Regenfälle in den Farmstaaten im Mittleren Westen der USA sowie Trockenheit in weiten Teilen Europas und Kanada zu. Im Pharmageschäft profitierte das Unternehmen von einer starken Entwicklung in China und hoher Nachfrage nach seinen Kassenschlagern – dem Gerinnungshemmer Xarelto und dem Augenmittel Eylea. (mim/sda/awp/reu)

Dritter Schuldspruch für Bayer innert wenigen Monaten

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    Alle Leser-Kommentare
  • snowleppard 30.07.2019 10:45
    Highlight Highlight Für mich unverständlich, dass Bayer Monsanto übernahm.
    Glyphosat baut nur extrem langsam ab und stört eine wichtige Schlüsselfuntion der Zellteilung,bei Pflanzen,Tieren und Menschen. Die Störung der Zellteilung löst letzendlich Krebs aus.
    Dass man solche Chemie einsetzen darf, werde ich nie verstehen. Es gibt natürliche Stoffe, Feinde und Wirkstoffe die man einsetzen könnte. Aber eben ... Chemie ist billiger ... und tödlicher für Alles. Auch für uns.
    • Wander Kern 30.07.2019 11:27
      Highlight Highlight "Glyphosat baut nur extrem langsam ab und stört eine wichtige Schlüsselfuntion der Zellteilung,bei Pflanzen,Tieren und Menschen. "

      1. Bei 47 Feldversuchen auf Acker- und Waldflächen in Europa und Nordamerika lag die DT50 zwischen 1,2 und 197 Tagen, der Durchschnitt aus allen Studien betrug 32 Tage..
      2. Die Toxizität von Glyphosat ist für Tiere (Säugetiere, Vögel, Fische, und Wirbellose) gering, da das gehemmte Enzym EPSPS nur bei Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen vorhanden ist.
      Quelle: wikipedia
    • snowleppard 30.07.2019 12:57
      Highlight Highlight Hmm, ich glaube der Wikipedia-Eintrag wurde gesponsert. Die Toxizität von Glyphosat verdanken wir einen Grossteil der verschwunden 70% Insekten in den vergangenen Dekaden. So also auch alle Tiere, welche die Insekten frassen.
      Genauso schädlich war/ist das Rinderwachstumshormon Posilac: Symptome sind geschwollene Euter, Mastitis und verschiedene Krebsarten. Ausserdem hat Monsanto Agent Orange entwickelt. 400'000 Todesfälle sowie 500'000 Geburtsfehler sowie und 10'000e Vietnamesen wurden damit umgebracht. Eine Klage der Vietnamesen wurde 2005 von einem "amerikanischen" Gericht abgeschmettert.
    • Wander Kern 30.07.2019 14:52
      Highlight Highlight "Hmm, ich glaube der Wikipedia-Eintrag wurde gesponsert."

      Die Referenzen kannst Du ja im Glyphosat-Artikel nachlesen. Bzw die Diskussionsseiten durchgehen. Für mich sieht das nicht nach Sponsoring aus.
      Hast Du für den Zusammenhang zum Insektensterben eine Quelle?

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