Razzia bei der UBS in Deutschland – russischer Oligarch im Visier
Das Ermittlungsverfahren in Deutschland gegen den russischen Multimilliardär Alischer Usmanow zieht immer weitere Kreise. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Spiegel» durchsuchen Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) zur Stunde Standorte der Grossbank UBS in Frankfurt und München.
Gegen Usmanow ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen des Verdachts der Geldwäsche, Verstosses gegen das Aussenwirtschaftsgesetz und Steuerhinterziehung. Die UBS bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP, dass in den besagten Niederlassungen derzeit staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen stattfinden.
Man kooperiere vollumfänglich mit den Behörden, so die UBS. Weitere Details wollte die Bank nicht nennen.
Vorwurf der Geldwäsche
Bei der Aktion geht es laut «Spiegel» darum, Beweismittel in einem Verfahren wegen Geldwäsche zu sammeln. Mitarbeiter der Bank seien nicht beschuldigt. Auch ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft habe die Razzia bestätigt.
An der Börse warf der Bericht nur kurz Wellen. Gegen 11.40 Uhr notieren die Papiere wieder bei 16.25 Franken (-0.5%), nachdem sie zwischenzeitlich auf rund 16 Franken abgesackt waren. (sda/awp)
