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FILE- In this Monday, Oct. 6, 2003 file photo, Saudi Arabian capital Riyadh with the 'Kingdom Tower' photographed through a window of the 'Al-Faislia Tower' in the Saudi Arabian capital Riyadh. Saudi Arabia’s stock exchange has opened up to direct foreign investment for the first time. The decision to open up the Tadawul stock exchange on Monday comes at a crucial time for Saudi Arabia, whose revenue has taken a hit from the plunge in oil prices over the past year. The kingdom is the world’s largest exporter of crude. (AP Photo/Markus Schreiber, File)

Kingdom Tower, das Wahrzeichen von Riad.
Bild: AP

Beängstigend: Bleibt das Erdöl so billig, ist Saudiarabien in fünf Jahren pleite



Ein Erölpreis von rund 50 Dollar pro Fass, wie wir ihn derzeit haben, freut die Autofahrer – doch für die grossen Erdölproduzenten im Nahen Osten ist er lebensbedrohlich. Der Internationale Währungsfond (IWF) warnt in einem aktuellen Bericht insbesondere die Länder Saudiarabien, Bahrain und Oman.

Der tiefe Ölpreis wird allein dieses Jahr 360 Milliarden Dollar in den Budgets am Persischen Golf vernichten. Die betroffenen Länder müssen nun ihre Kosten herunterfahren und gleichzeitig ihre Devisenreserven anzapfen, die sich während den Boomjahren angesammelt haben.

Saudiarabien braucht laut Schätzungen des IWF einen Ölpreis von mindestens 106 Dollar pro Fass für einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Nach Jahren der fetten Überschüsse wird das Königreich dieses Jahr voraussichtlich ein Defizit von 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen. Seine Devisenreserven sind mit 700 Milliarden Dollar üppig, schwinden jedoch schnell.

Analysten gehen derweil nicht davon aus, dass Saudiarabien Steuern erhöhen oder an der Verteidigung sparen wird. Ersteres aus Angst vor Unruhen wie anderswo während des Arabischen Frühlings und Letzteres wegen den laufenden Konflikten in Syrien und im Jemen, in die das Königreich direkt und indirekt involviert ist.

Nur für Katar geht die Rechnung knapp auf 

Saudiarabien ist nicht das einzige Land in der Region, dem der tiefe Ölpreis zu schaffen macht. Ähnlich schwierig wird es für Bahrain, Algerien und Oman, wie der IWF in einer Grafik illustriert.

Bild

Gelb: Mindest-Ölpreis für ausgeglichenen Staatshaushalt; Grün: Anzahl Jahre, die mit Reserven ausgeglichen werden können; Blau: Ölpreisniveau 2015
grafik: iwf

Etwas besser, aber auch nicht rosig sieht es für Iran und Irak aus. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar hingegen haben genug Reserven, um mehrere Jahrzehnte mit den aktuell niedrigen Ölpreisen zu überleben. (kri)

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