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Sheik Hassan Yousef, a senior West Bank leader and spokesman of the Islamic militant group Hamas, salutes as he is escorted by Israeli army soldiers out of the Ofer military jail near the West Bank town of Ramallah  in this Nov. 18, 2004 photo. Yousef was arrested Sunday Sept. 25, 2005, part of  Israel's new offensive against the Islamic militant group, prompting charges that Israel is using a weekend truce breach as a cover for trying to crush Hamas before upcoming Palestinian elections. (KEYSTONE/AP Photo/Oded Balilty)

Wird von israelischen Sicherheitskräften immer wieder festgesetzt: Hassan Jussef, hier auf einer Archivaufnahme.
Bild: AP

Israel nimmt führenden Hamas-Vertreter gefangen



Israelische Sicherheitskräfte haben den führenden Hamas-Vertreter Hassan Jussef im besetzten Westjordanland festgenommen. Einsatzkräfte des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet und der Armee nahmen Jussef in der Nacht zum Dienstag nahe Ramallah in Gewahrsam.

Die Information der israelischen Armee wurde von palästinensischen Sicherheitskräften bestätigt. Jusef zählt zu den Mitbegründern der radikalen Palästinenserorganisation und wurde nach Armeeangaben in der Vergangenheit bereits mehrfach festgenommen und inhaftiert.

Er habe «aktiv zum Terrorismus und öffentlich zu Anschlägen gegen Israelis aufgerufen», teilte Israels Armee mit. Bekannt ist Jussef auch, weil er seinen Sohn verstiess, der über Jahre für den Schin Beth spionierte, sich in die USA absetzte und zum Christentum konvertierte.

Palästinenser-Haus plattgemacht

Am Dienstagmorgen zerstörte die Armee überdies das Haus eines Palästinensers in Hebron im Westjordanland, der Ende vergangenen Jahres eine Israelin mit einem Messer ermordet hatte. Zudem hatte er versucht, zwei weitere Menschen zu töten.

Er erhielt eine Haftstrafe von zwei Mal lebenslänglich. Die Zerstörung des Hauses wurde am Dienstag von Auseinandersetzungen zwischen steinewerfenden Palästinensern und israelischen Soldaten begleitet, wie Augenzeugen berichteten.

Israel und die besetzten Palästinensergebiete werden seit Monatsbeginn von einer Gewaltserie erschüttert, in der bereits acht jüdische Israelis sowie mehr als vierzig Palästinenser und in Einzelfällen arabische Israelis getötet wurden. (sda/afp)

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