Islamischer Staat (IS)
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IS-Vormarsch

Katar kritisiert Ägypten wegen Luftangriffen auf die IS-Terrormiliz



Wegen Unstimmigkeiten über die ägyptischen Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Libyen hat Katar seinen Botschafter aus Kairo zurückgerufen. Der Botschafter sei «zu Beratungen» zurückgerufen worden, teilte die Regierung in Doha mit.

Ein Vertreter des katarischen Aussenministeriums sagte am Donnerstag laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur QNA, Doha habe verärgert auf eine Stellungnahme des ägyptischen Gesandten bei der Arabischen Liga, Tarik Adel, reagiert. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Keine Gespräche geführt

Laut dem in Doha ansässigen Fernsehsender Al-Dschasira hatte Ägypten Katar in der Debatte um die Luftangriffe die Unterstützung von Terroristen vorgeworfen. Auch ägyptische Medien berichteten dies. Demnach reagierte Adel mit der Äusserung auf die Vorbehalte Katars gegenüber den ägyptischen Luftangriffen gegen den IS.

Das katarische Aussenministerium stellte klar, dass es Vorbehalte gehabt habe, weil «vor einem einseitigen militärischen Angriff gegen ein anderes Mitgliedsland» der Arabischen Liga Gespräche geführt werden müssten.

Am Montag hatte die ägyptische Luftwaffe mutmassliche Stellungen der Dschihadisten in Libyen bombardiert. Damit reagierte Kairo auf die Tötung von 21 koptischen Christen durch IS-Kämpfer in dem nordafrikanischen Land. (sda/afp)

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