Israel
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epa04314761 Six J80 rockets are aunched from the coastal strip into Israel by militants of Ezz Al-Din Al Qassam militia, the military wing of Hamas movement, in Gaza City, 13 July 2014. Israeli naval commandos raided a site in the Gaza Strip used by Hamas to fire rockets into Israel, the military said 13 July 2014, the sixth day of a major offensive that has left at least 165 Palestinians dead. It is believed to be the first time ground forces have been used by Israel in the conflict and came amid intense Israeli airstrikes in response to a barrage of Hamas rockets fired toward Tel Aviv and elsewhere.  EPA/MOHAMMED SABER

Raketen werden aus Gaza-Stadt abgefeuert. Bild: MOHAMMED SABER/EPA/KEYSTONE

Nahost

Nahost-Krise fordert bereits mehr Tote als bei letzter Eskalation

Beim jüngsten Gewaltausbruch zwischen Israel und der militant-islamischen Hamas sind bereits mehr Menschen ums Leben gekommen als bei der letzten grossen Eskalation im Herbst 2012. Seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive starben im Gazastreifen mindestens 184 Menschen.

Im November 2012 kamen der Menschenrechtsorganisation Betselem zufolge 167 Menschen ums Leben. Unter den während der letzten Woche getöteten Palästinensern sind viele Zivilisten. Laut dem UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) waren rund drei Viertel der 184 Opfer Zivilisten. Mehr als ein Viertel waren Kinder. 1300 Menschen wurden verletzt.

Tausende Raketen abgefeuert

Seit Beginn der Offensive am letzten Dienstag haben militante Palästinenser nach Angaben der Armee knapp 1000 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. 760 davon seien eingeschlagen, rund 200 habe die Raketenabwehr abgefangen, teilte das Militär am Montag mit.

Die israelische Armee habe im ganzen Gazastreifen insgesamt 1470 Ziele angegriffen, davon etwa 210 Tunnel, 770 verborgene Raketenabschussrampen. Zudem seien Waffen- und Trainingslager bombardiert worden.

Im Westjordanland nahm die israelische Armee in der Nacht auf Montag 23 Palästinenser fest, darunter elf Hamas-Abgeordnete. Ein junger Araber wurde erschossen. Die israelische Armee geht dort noch immer gegen mutmassliche Drahtzieher der Ermordung von drei jungen Israelis vor.

Über Mord an Palästinenser informiert

Mit der Ermordung der israelischen Jugendlichen und dem mutmasslichen Rachemord an einem palästinensischen Teenager hatte die jüngste Eskalation begonnen. Zum mutmasslichen Rachemord am Palästinenser Mohammed Abu Chedair äusserte sich die israelische Polizei am Montag erstmals ausführlicher.

«Ein 29-Jähriger und zwei 17-Jährige haben den Mord umfassend gestanden», sagte Polizeisprecher Micky Rosenberg. Nach Erkenntnissen des israelischen Geheimdienstes Shin Bet ereignete sich die Tat am Morgen des 2. Juli. Die Täter hätten in arabischen Vierteln von Jerusalem stundenlang nach einem Opfer gesucht, hiess es.

Sie hätten schliesslich einen Jugendlichen gefunden, ihn in ihr Auto gezerrt und seien mit ihm in einen Wald gefahren. Dort hätten sie ihn mit einem Radschlüssel geschlagen und ihn schliesslich mit Treibstoff übergossen und angezündet. (pma/sda/dpa/afp/reu)



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Ministerpräsident Benjamin Netanjahu

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