Italien
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epa04259140 Refugees rescued in the Mediterranean welcomed in the church Falsomiele San Giovanni Maria Vianney, Palermo, Italy, 15 June 2014. The survivors of the latest migrant-boat disaster south of Italy were among 767 rescued people aboard a Navy ship that docked in Palermo on 15 JUne 2014. The ship was also carrying 10 dead bodies, including the corpses of seven women, recovered after a boat carrying 90 migrants ran into trouble on 14 June 2014.  EPA/MIKE PALAZZOTTO

Einige der Flüchtlinge werden in Kirchen untergebracht. Bild: EPA/ANSA

Flüchtlingsproblem

Erneut mehr als 800 Flüchtlinge gerettet – Italien warnt EU

Erneut sind am Montag mehr als 800 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet und auf den Weg nach Italien gebracht worden. Ein kuwaitisches Schiff nahm allein 536 Migranten auf.

Das Handelsschiff lief den Hafen Augusta auf Sizilien an. Dabei wurde ein Flüchtling tot geborgen, wie die italienische Marine per Twitter mitteilte. Marine und Küstenwache nahmen in der Nacht zusammen knapp 300 Menschen von mehreren Booten an Bord.

Die Flüchtlinge stammen mehrheitlich aus Syrien, Libyen, Ägypten, Somalia und Marokko. Weitere 200 Migranten wurden von der italienischen Marine am Montag aufgegriffen.

Italien will EU-Unterstützung

In diesem Jahr kamen bereits weit mehr als 54'000 Migranten nach Italien. Angesichts dieser Zahlen warnte Innenminister Angelino Alfano bei einem Besuch in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo, Italien werde den Einsatz «Mare Nostrum» zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer beenden, sollte sein Land von der EU keine Hilfe erhalten.

«So kann man nicht weitermachen. Europa muss eine konkrete Antwort auf das Flüchtlingsproblem geben», erklärte Alfano. Dringende Massnahmen seien notwendig, um die Flüchtlingsabfahrt aus Libyen zu stoppen. «Humanitäre Organisationen sollen in Libyen Hilfe leisten und vor Ort handeln», so der Minister nach Medienangaben vom Montag.

Migrants are seen aboard a navy ship before being disembarked in the Sicilian harbour of Augusta June 1, 2014. Italian navy patrol ships rescued more than 3,500 migrants including hundreds of women and children from boats coming from North Africa, authorities said on Saturday, while Prime Minister Matteo Renzi called for help from the European Union.
The rescues, which the coast guard said have been going on since Friday evening, are the latest in a seemingly endless succession as the chronic migrant crisis in the southern Mediterranean has picked up this year. A total of 3,612 migrants from Syria and North Africa were picked up from 11 boats and taken to ports in Sicily and the Mediterranean island of Lampedusa, a coastguard spokesman told Reuters. Some 43,000 people have crossed from North Africa to Italy so far this year, the same amount as in the whole of 2013, the coastguard said.  REUTERS/Antonio Parrinello (ITALY - Tags: POLITICS CIVIL UNREST SOCIETY IMMIGRATION TPX IMAGES OF THE DAY)

Bild: ANTONIO PARRINELLO/REUTERS

Alfano warnte vor der Lage auf Sizilien. «Auf Sizilien treffen 97 Prozent aller Migranten ein, die Italien über das Meer erreichen», erklärte der Innenminister, der aus der sizilianischen Stadt Agrigent stammt. Italien ruft seit Monaten die EU auf, Verantwortung für den Einsatz zur Migrantenrettung im Mittelmeer zu übernehmen.

Auch Spanien betroffen

Die Zahl der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa zu kommen versuchen, hatte in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Insgesamt 68 Flüchtlinge erreichten am Montag in einem Schlauchboot den Süden Spaniens.

Unter den Immigranten hätten sich auch sechs Minderjährige befunden, teilten die Rettungskräfte am Montag mit. Fünf der Flüchtlinge seien ins Spital gebracht worden. Das Flüchtlingsboot traf demnach im Hafen von Motril östlich von Malaga ein.

Tausende Flüchtlinge versuchen zudem immer wieder, die Grenze zu den beiden spanischen Exklaven Ceuta und Melilla an der marokkanischen Mittelmeerküste zu überwinden. Erst am Samstag hinderten die Sicherheitskräfte Spaniens und Marokkos rund tausend afrikanische Flüchtlinge, über den dreifachen Gitterzaun zu gelangen, der Melilla umgibt. Die beiden Exklaven haben die einzigen Landgrenzen zwischen Afrika und der Europäischen Union. (lhr/sda/afp)



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