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South Korean rescue workers operate during sunset near the site where the capsized ferry Sewol sank, during a search and rescue operation in the sea off Jindo April 24, 2014. More than 300 people, most of them students and teachers from the Danwon High School, are dead or missing presumed dead after the April 16 disaster. The confirmed death toll on Thursday was 171. The Sewol ferry, weighing almost 7,000 tons, sank on a routine trip from the port of Incheon, near Seoul, to the southern holiday island of Jeju. Investigations are focused on human error and mechanical failure.    REUTERS/Yonhap  (SOUTH KOREA - Tags: DISASTER MARITIME) ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO SALES. NO ARCHIVES. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA

24. April 2014: Südkoreanische Rettungskräfte suchen nach Passagieren der gekenterten Fähre Sewol. Bild: ISSEI KATO/REUTERS

Vier Jahre Gefängis

Rettungs-Verantwortlicher nach «Sewol»-Fährunfall verurteilt: Rettet diejenigen, die ihr seht



Im Zusammenhang mit der «Sewol»-Schiffskatastrophe hat ein südkoreanisches Gericht einen früheren Kapitän der Küstenwache zu vier Jahren Haft verurteilt. Beim Fährunglück im April 2014 starben 300 Menschen.

Das Bezirksgericht in Kwangju sah es als erwiesen an, dass der Mann keine Massnahmen ergriffen hat, die im Innern der Unglücksfähre eingeschlossenen Passagiere zu retten, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch berichtete. Er habe sich damit unter anderem der Pflichtvernachlässigung schuldig gemacht.

Der Angeklagte hatte demnach den Rettungseinsatz nach dem Fährunfall am 16. April 2014 vor der Südwestküste von einem Küstenwachboot aus geleitet. Der Angeklagte habe seine Untergebenen einfach nur angewiesen, «diejenigen zu retten, die gesehen werden konnten», wurde der Richter zitiert. Darüber hinaus wurde dem Ex-Kapitän vorgeworfen, über den Rettungseinsatz gelogen zu haben. Auch soll er Berichte über das Vorgehen gefälscht haben.

Beim Untergang der Fähre kamen etwa 300 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug. Der Kapitän der «Sewol» wurde im November wegen grober Fahrlässigkeit zu 36 Jahren Haft und 14 weitere Crewmitglieder zu Haftstrafen zwischen 5 und 30 Jahren verurteilt. Ein Berufungsprozess hatte am Dienstag begonnen. 

(sda/dpa)

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