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Girls look at a poster, distributed by UNICEF, bearing information on and illustrations of best practices that help prevent the spread of Ebola virus disease (EVD), in the city of Voinjama, in Lofa County, Liberia in this April 2014 UNICEF handout photo.  As of July 27, 2014, a total of 1,323 cases, including 729 deaths, had been attributed to EVD in the four West African countries of Guinea, Liberia, Nigeria and Sierra Leone. Liberia has borne 329 of these cases, including 156 deaths.  REUTERS/Ahmed Jallanzo/UNICEF/Handout via Reuters  (LIBERIA - Tags: HEALTH) THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. MANDATORY CREDIT

Mädchen in Liberia. Bild: HANDOUT/REUTERS

Unicef-Report zu Gewalt gegen Kinder

Jedes vierte Mädchen wird zum Opfer

Schläge, sexueller Missbrauch und Psychoterror: Unicef hat eine weltweite Studie über Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgelegt. Die Ergebnisse sind erschütternd.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Bariria* war 15, als sie zwangsverheiratet wurde. «Mein Mann hat mich grundlos geschlagen», sagt das Mädchen aus Niger. Laut Unicef heiratet jedes dritte Mädchen in dem Land vor dem 15. Geburtstag. «Er drohte mir jedes Mal, wenn ich etwas sagte.» Als Bariria schwanger wurde, hielt sie es nicht mehr aus, flüchtete zurück zu ihren Eltern.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat jetzt in New York einen Report über Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgestellt – 25 Jahre nach Inkrafttreten der Kinderrechtskonvention. Unicef-Angaben zufolge ist es die bislang größte Studie dieser Art. Basis sind Daten aus 190 Ländern (Hier gibt es das PDF in englischer Sprache zum Download).

In dem Bericht geht es um Schläge, sexuelle Gewalt und psychische Aggression. Das sind die zentralen Erkenntnisse:

Hinter all den Zahlen verbergen sich Fälle wie der von Bariria. Weltweit sind Kinder und Jugendliche in ihrem täglichen Lebensumfeld nach Einschätzung von Unicef-Experten einem «erschreckenden Ausmass an körperlichen, sexuellen und seelischen Misshandlungen» ausgesetzt. In vielen Ländern ist derartige Gewalt demnach immer noch so selbstverständlich, dass sie nicht einmal infrage gestellt wird. Solche Taten gebe es in allen Ländern, allen Kulturen und allen Religionen. Lediglich fünf Prozent aller Kinder leben demnach in Staaten, die jegliche Form der Gewalt gegen Kinder ächten.

Ziel von Unicef ist es, solche Gewalt ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen, um sie bekämpfen zu können. Denn regelmäßigen Übergriffen ausgesetzte Heranwachsende haben laut dem Kinderhilfswerk nicht nur häufiger Lernprobleme, entwickeln ein geringeres Selbstvertrauen und leiden öfter unter Depressionen. Unicef-Exekutivdirektor Anthony Lake warnt auch: «Gewalt zieht Gewalt nach sich.» Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass misshandelte Kinder Gewalt als normal ansehen und diese auch in Zukunft gegen die eigenen Kinder oder Partner anwenden. (wit)

* Name von der Redaktion geändert

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