Lateinamerika
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Zusammenleben unmöglich

Nach monatelangem Streit mit Ureinwohnern räumen orthodoxe Juden ein Dorf

Pedro Vasquez, leader of San Juan La Laguna community, speaks during a meeting with members of the Orthodox Jewish community at the headquarters of the Humang Rights Office in Guatemala City on August 27,2014. Representatives of the Orthodox Jewish community in an indigenous municipality in the West of Guatemala, asked villagers Wednesday for a reasonable time to move, after Mayan leaders expelled them for alleged acts of discrimination.  AFP PHOTO / Johan ORDONEZ

Unzählige Vermittlungsgespräche blieben erfolglos: Die orthodoxen Juden räumen nach langen Streits mit Ureinwohnern ein Dorf in Guatemala. Bild: AFP

Nach Auseinandersetzungen mit Ureinwohnern in Guatemala hat eine Gemeinde orthodoxer Juden mit der Räumung eines Dorfes im mittelamerikanischen Land begonnen. Ein Treffen beider Seiten am Mittwoch hatte zu keiner Einigung geführt.

«Wir sind friedliche Leute, und um Zwischenfälle zu vermeiden, haben wir bereits damit begonnen, das Dorf zu verlassen», sagte der Vertreter der jüdischen Gemeinde, Misael Santos, am Donnerstag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP. 

Santos zufolge drohten die Ureinwohner damit, die Mitglieder seiner Gemeinde zu lynchen, sollten sie das Dorf San Juan La Laguna am Atitlán-See, 200 Kilometer von Guatemala-Stadt entfernt, nicht verlassen.

Die Ureinwohner wiederum beschuldigten die orthodoxen Juden, Bräuche der Maya-Kultur zu verletzen und den katholischen Glauben zu unterwandern. Der Sprecher der indigenen Bevölkerung, Miguel Vásquez, sagte der Nachrichtenagentur AFP, seine Gruppe handle aus «Selbstverteidigung».

Die 230 Mitglieder der orthodoxen Gemeinde stammten aus verschiedenen Ländern wie den USA, Israel, Grossbritannien und Russland, einige auch aus Guatemala. Sie lebten sechs Jahre in dem Dorf. (rar/sda/afp)



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