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Hyundai startet Rückruf für Elektro-SUV Kona

epa06584821 The New Hyundai Kona electric car is presented during the press day at the 88th Geneva International Motor Show in Geneva, Switzerland, 06 March 2018. The Motor Show will open its gates to ...
Hyundai Kona.Bild: EPA/KEYSTONE

Hyundai startet Rückruf für Elektro-SUV

Hyundai ruft weltweit über 100'000 Autos des Modells Kona Elektro zurück. Wegen eines Softwarefehlers in älteren Modellen besteht erhöhte Brandgefahr.
23.03.2026, 16:5523.03.2026, 17:08
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Hyundai ruft weltweit 104'011 Exemplare des Kona Elektro zurück. Hierbei geht es um Modelle aus dem Produktionszeitraum Januar 2018 bis Juli 2023. Grund ist eine fehlerhafte Software im Batteriemanagementsystem, die eine mögliche thermische Instabilität der Hochvoltbatterie nicht rechtzeitig erkennt und damit ein erhöhtes Brandrisiko mit sich bringt.

Der Rückruf betrifft damit die erste Generation des Kona Elektro. Die zweite Generation des Modells ist seit Herbst 2023 auf dem Markt und verwendet andere Batterien, sie ist von der Massnahme offenbar nicht betroffen.

Betroffene Halter können sich an Hyundai oder eine Vertragswerkstatt wenden.

Rückruf: Das wird am Auto verändert

In den Werkstätten wird eine aktualisierte Software für das Batteriemanagementsystem (BMS) aufgespielt. Diese soll Spannungsunterschiede zwischen einzelnen Batteriezellen früher erkennen und so mögliche Probleme rechtzeitig identifizieren. In einzelnen Fällen kann es laut Berichten auch zu einem vorsorglichen Austausch der Hochvoltbatterie kommen, in der Regel soll jedoch das Softwareupdate ausreichen.

Nach Angaben des deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Problem bekannt. Der Hersteller hat keine näheren Angaben dazu gemacht, ob sich der Rückruf auf bestimmte Varianten oder Produktionsorte eingrenzen lässt.

Nicht der erste Rückruf

Unklar ist, welche Batterievarianten konkret betroffen sind. Der Kona Elektro wurde mit zwei unterschiedlich grossen Batterien angeboten. In Internetforen wird zudem darüber spekuliert, ob vor allem Fahrzeuge aus südkoreanischer Produktion betroffen sind. Eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Für den Kona Elektro ist es nicht der erste Rückruf im Zusammenhang mit der Batterie. Bereits im Jahr 2020 hatte Hyundai mehrere Zehntausend Fahrzeuge zurückgerufen. Damals ging es um mögliche Defekte an Batteriezellen eines Zulieferers. Auch in diesem Fall wurden Softwareupdates durchgeführt und in einzelnen Fahrzeugen Batterien ausgetauscht.

Verwendete Quellen:

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