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Entführung?

Verwirrte Frau kidnappt Asylbewerberin und Kind



Eine psychisch angeschlagene Schweizerin hat einer Asylbewerberin und deren Kind am Dienstag in Brugg AG einen bösen Schrecken eingejagt. Die Schweizerin lockte die Frau und das Kind in ihr Auto und fuhr mit ihnen davon. Die Asylbewerberin konnte sich selbst befreien. 

Ambulanz und Polizei fahren einen Mann weg von der Bruderholzstrasse in Basel am Mittwoch, 18. Mai 2011. Der psychisch angeschlagene Mann stand seit 48 Stunden auf einem Hausdach, von welchem er Ziegelsteine auf die Strasse warf. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: Keystone

Die Geschichte begann vor dem Amtsgebäude im Brugger Wildischachen. Eine 21-jährige Asylbewerberin aus Äthiopien wollte vor dem Amtsgebäude gerade ihr dreijähriges Kind aus dem Kinderwagen nehmen, als neben ihr ein Auto anhielt.

Daraus stieg eine Frau, die eine auffällige Samariterjacke trug. Diese setzte das Kind kurzerhand ins Auto und wies die Mutter an, ebenfalls einzusteigen. Die Asylbewerberin verstand das Gesagte nur lückenhaft und meinte, beim falschen Gebäude zu sein, wie die Polizei weiter schreibt.

Wohl aufgrund der Samariterjacke vertraute sie der unbekannten Frau und stieg ein. Die unbekannte Frau fuhr danach mit hoher Geschwindigkeit und ständig hupend in Richtung Villnachern AG. Die kurze Fahrt endete im Dorfzentrum, wo die Asylbewerberin in Panik ausstieg und um Hilfe schrie. Anwohner alarmierten sofort Polizei und Rettungsdienst.

Die Polizisten kümmerten sich um die verängstigte Frau. Sie konnten sich die Rolle der vermeintlichen Samariterin zunächst nicht erklären. Als die Polizisten sie kontrollieren wollten, wehrte sie sich heftig. Sie musste in Handschellen gelegt werden. Die 54-jährige Schweizerin wurde vom Amtsarzt in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. (tvr/sda)

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