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300 Vermisste

Retter suchen weiter nach Überlebenden des Fährunglücks in Südkorea 



epa04168565 South Korean Coast Guard officers conduct a last-minute rescue operation around the passenger ferry Sewol sinking in waters off the southwestern coast of South Korea, 16 April 2014. The ferry, with 450 people on board, was reported sinking off the south-western coast of South Korea while en route from the port of Incheon, west of Seoul, to Jeju Island on 16 April. The passengers were mostly secondary school students on a field trip to Jeju island. The Coast Guard dispatched patrol boats and aircraft for rescue operations are under way. At least one dead has been reported.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Bild: EPA/YONHAP

Einen Tag nach dem Untergang einer Fähre vor der Südwestküste Südkoreas suchen die Rettungsmannschaften weiter fieberhaft nach Überlebenden unter den fast 300 Vermissten. Starke Strömung und schlechte Sicht erschwerten jedoch die Arbeiten an der Unglücksstelle. 

Taucher sollten versuchen, ins Innere des gesunkenen Schiffs vorzudringen. Die Küstenwache befürchtet, dass im Rumpf der «Sewol» ein Grossteil der mehr als 470 Menschen an Bord eingeschlossen wurde. 

Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap beteiligten sich 169 Boote und 29 Flugzeuge an der Suche nach Überlebenden. Ermittler schlossen unterdessen laut KBS ein abruptes Wendemanöver als Unglücksursache nicht aus. 

Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg nach Angaben des Krisenstabs der Regierung vorerst auf neun. Einige der Opfer waren Schüler. 287 Menschen gelten noch als vermisst. An Bord der «Sewol» hatten sich den Angaben zufolge 475 Menschen befunden, darunter 325 Teenager von einer Oberschule aus einer Vorstadt von Seoul. 

Zusammen mit Lehrern waren sie auf einem Ausflug von der westlichen Küstenstadt Incheon zur südlichen Ferieninsel Jeju unterwegs, als das Schiff am Mittwochmorgen in Seenot geraten war. Wenige Stunden später sank die mehrstöckige Fähre. Nur noch der Bugwulst ragte aus der Wasseroberfläche hervor. 

Ruckartiges Drehen

Die Ermittlungszentrale der Küstenwache habe mittlerweile den Kapitän und weitere Besatzungsmitglieder befragt, berichtete KBS. Deren Aussagen liessen vermuten, dass ein ruckartiges Drehen des Schiffes im Zuge einer notwendigen Kursänderung vor der Insel Chindo zu der Katastrophe geführt haben könnte. 

Bislang wurde auch nicht ausgeschlossen, dass die über 140 Meter lange Auto- und Personenfähre auf einen Felsen aufgelaufen sein könnte. Überlebende hatten von einem grossen Knall vor dem Sinken des Schiffes gesprochen. 

Sie berichteten zudem, die Crew habe zunächst Anweisung gegeben, in den Kabinen oder auf den Sitzen zu bleiben. Als die Fähre auf die Seite gekippt sei, sei Panik ausgebrochen. (sda/afp) 

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