Top Scorer bringen dem Eishockey-Nachwuchs über 8,5 Millionen Franken
Im Schweizer Eishockey stecken die Top Scorer zuweilen im Dilemma. Denis Malgin, Top Scorer der ZSC Lions, sagt stellvertretend: «Auf den gelben Helm und das Flammentrikot könnte ich verzichten. Als Top Scorer bist du damit auch für die Gegner jederzeit sichtbar und kriegst ab und zu einen Schlag mehr.» Aber: «Die Unterstützung des Nachwuchses ist sehr wertvoll und die Stärke dieses Konzepts.»
Seit 24 Jahren fördert PostFinance, Hauptpartnerin der National League, den Nachwuchs in den Clubs mit dem Top-Scorer-Konzept. Von 2003 bis 2022 gehörten auch die Clubs der zweithöchsten Liga dazu. So kam es, dass Denis’ Vater Albert Malgin 2003 als Top Scorer der damaligen Nationalliga B ausgezeichnet wurde. Die Unterstützung von PostFinance greift also über Generationen.
Was hinter dem Flammenhelm steckt
Für jedes Tor und jeden Pass, der zu einem Tor führt, erhalten die Eishockeyspieler während der Qualifikation einen Punkt. Wer innerhalb seines Teams am meisten Punkte erzielt, ist PostFinance Top Scorer. Er trägt den gelben Helm und ein spezielles Flammentrikot. Jeder der 14 Clubs der National League stellt seinen Top Scorer. Ein Punkt ist PostFinance 300 Franken wert. Die Clubs sind verpflichtet, den Betrag in den Nachwuchs zu investieren.
In den letzten 24 Jahren haben die besten Scorer über 8,5 Millionen Franken für die Nachwuchsabteilungen ihrer Clubs erspielt. Seit der Saison 2023/24 prämiert PostFinance auch die Top Scorer der höchsten Frauenliga. Unter den acht Clubs der PostFinance Women’s League wird ein Pauschalbeitrag von 150 000 Franken aufgeteilt, damit alle Top Scorer gleichermassen für den Nachwuchs ihrer Organisationen Geld erhalten. Die Massnahme soll dazu beitragen, die Professionalisierung des Fraueneishockeys in der Breite voranzutreiben.
Wird die 9-Millionen-Grenze geknackt?
Während die Frauen bereits in den Playoff-Halbfinals stehen, wird bei den Männern die Regular Season am 9. März abgeschlossen. Zwei Tage später werden die Top Scorer der Saison 2025/26 in der Festhalle des Bernexpo-Areals geehrt – zeremonielle Checkübergabe inklusive. Die Grenze von 9 Millionen Franken könnte an der Ehrung geknackt werden.
Die aktuell besten Skorer:innen jedes Teams findet ihr hier:
Warum die Unterstützung so wichtig ist
Die Summe ist das eine, doch entscheidend ist, was hinter den Zahlen steckt - verbunden mit der Frage: Wie werden die Gelder eingesetzt? Der Einstieg ins Eishockey ist nicht frei von Hürden. Allein für die Ausrüstung zahlen Eltern häufig mehrere Hundert Franken. Um diese Hürde zu senken, investieren Clubs die Gelder aus dem Top-Scorer-Konzept in Ausrüstung und Material der Hockeyschulen. Auf diese Weise können Kinder das Eishockey kennenlernen, ohne dass die Eltern hohe Auslagen haben. Eine weitere Hürde sind die Transportwege. Die Einzugsgebiete mancher Organisationen sind stark verwinkelt, nicht selten müssen Eltern umfassende Fahrdienste leisten. Entsprechend werden die Prämien auch in den Transport, zum Beispiel den Kauf eines Minibusses, investiert, damit die eishockeybegeisterten Mädchen und Buben gemeinsam in die Trainings chauffiert werden können.
Ob Ausrüstung, Transport oder das Finanzieren von professionellen Betreuern aus den Bereichen Mentaltraining und Skating: Die Wirkung verbindet. Das Top-Scorer-Konzept stärkt das Schweizer Eishockey dort, wo seine Zukunft entsteht.
Einige der bereits realisierten Projekte für den Nachwuchs findet ihr gleich hier.
