Schweizer Aktien – Schutzschild gegen Währungsrisiken?
Erinnerst du dich an den 15. Januar 2015? An diesem Tag hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) völlig überraschend die Wechselkursuntergrenze zum Euro aufgehoben. Der Franken schoss innert Sekunden in die Höhe – kurzfristig um über 20 Prozent. Der SMI fiel innerhalb zweier Tage um 14 Prozent. Das Ereignis ging als Frankenschock in die Schweizer Finanzgeschichte ein.
Die Wirkung eines aufwertenden Frankens lässt sich auch über längere Zeiträume betrachten, wie beispielsweise von 2023 bis 2026, als der Franken zum Dollar in mehreren Schüben an Wert gewann. In einem langen Zeitraum wirken jedoch weitere Faktoren mit, insbesondere die Anpassungsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und die daraus resultierenden Effizienzsteigerungen. Dem Schweizer Aktienmarkt ist es über die Jahre indes gelungen, im Schnitt etwa fünf Prozent pro Jahr zuzulegen. Der 15. Januar 2015 eignet sich aber hervorragend, um den direkten Effekt eines Währungsschocks zu untersuchen. Was ist also damals passiert?
Wirkung auf unterschiedliche Anlageklassen
Beginnen wir mit Anleihen. Die Frankenaufwertung von 2015 hatte auf Schweizer Obligationen nur begrenzte Auswirkungen – unabhängig davon, ob es sich um Staatsanleihen («Eidgenossen») oder Unternehmensanleihen handelt. Dies überrascht nicht, handelt es sich doch um nominale Papiere, die in Franken verzinst und zurückgezahlt werden.
Ganz anders verhielt es sich bei Schweizer Aktien und Rohstoffen wie Gold, die – gemessen in Franken – deutlich an Wert verloren, wie der obige Chart zeigt. Bei den Rohstoffen ist dies gut nachvollziehbar: Sie werden global nachgefragt und überwiegend in US-Dollar gehandelt.
Aktien: Ein differenziertes Bild
Bei den Schweizer Aktien wird es interessant, denn jeder Titel reagierte anders. Ein Blick auf die einzelnen Sektoren offenbart klare Gewinner und Verlierer.
Ein Gewinner war der Immobilienentwickler Swiss Prime Site. Die Firma erwirtschaftet den Grossteil ihres Umsatzes in der Schweiz, und auf der Kostenseite dürfte der importierte Teil der Baumaterialien günstiger geworden sein. Der Aktienkurs blieb stabil.
Am anderen Ende des Spektrums traf es Swatch hart. Uhrenproduktion in der Schweiz, Verkauf hauptsächlich im Ausland – die Kosten fielen in Franken an, die Erträge in Fremdwährungen. Das drückte die Gewinnerwartungen, und der Markt strafte die Aktie sofort ab.
Zwischen diesen Extremen liegt Nestlé. Der Konzern ist global tätig und produziert viel in den jeweiligen Absatzmärkten. Dies wirkt wie ein natürlicher Hedge, sodass die Kursreaktion in Franken moderat ausfiel.
Resilienz des Schweizer Aktienmarktes
Insgesamt zeigt sich: Der Schweizer Aktienmarkt ist kurzfristig stark unter Druck geraten, hat sich aber rasch erholt. Die Schweizer Wirtschaft ist resilient, und viele Unternehmen sind global aufgestellt. Ein Home Bias, also ein gewisser Fokus auf Schweizer Anlagen, kann aus Investorensicht verlockend sein. Dennoch sollte dieser nicht übertrieben werden. Denn Diversifikation bleibt entscheidend – über verschiedene Titel, Märkte und Anlageklassen hinweg. Wer möchte, kann alternativ einen Teil des Fremdwährungsexposures absichern und gleichzeitig global investiert sein.
Was, wenn es wieder kracht an der Börse?
Hat du deine Hausaufgaben gemacht, bewahrst du leichter einen kühlen Kopf, wenn bei einer Marktverwerfung die Volatilität hochgeht. Antizipiere mögliche Kursverluste bereits in ruhigen Marktphasen. Überlege dir, mit wie viel Volatilität du emotional und finanziell umgehen kannst. Berücksichtige also deine Risikofähigkeit und -neigung, wenn du dir dein Portfolio zusammenstellst.
Ein digitaler Vermögensverwalter wie True Wealth nimmt dir diese Arbeit ab. Er erstellt dein Portfolio, überwacht es laufend und hält es mittels Rebalancing auf Kurs. Das bringt Ruhe ins Spiel, da das System strikt regelbasiert agiert und Emotionalität aus dem Entscheidungsprozess nimmt.
Du brauchst dabei nur die Fragen zur Bestimmung deiner Risikotoleranz und deiner Anlageziele zu beantworten. Auf Basis dessen erstellt der Online-Vermögensverwalter eine persönliche Anlagestrategie, sucht die besten ETFs aus und verwaltet das Portfolio automatisiert.
Digitale Vermögensverwalter sind flexibler und kostengünstiger als klassische Vermögensverwalter. Die Kontoeröffnung ist unkompliziert per App möglich, und als Kunde verfügst du jederzeit über dein Geld. Dank Automatisierung werden deine Einzahlungen schneller verarbeitet, wenn du beispielsweise bei einer Kurskorrektur zukaufen möchtest. Beim Branchenpionier True Wealth geschieht dies in der Regel täglich.
Die jährliche all-in Verwaltungsgebühr beträgt 0,25-0,50 Prozent, abhängig von der Anlagesumme. Die Mindestbeträge sind 8’500 Franken im freien Vermögen und 1000 Franken für das Kinderportfolio sowie die Säule 3a.
Folge True Wealth auf Instagram, LinkedIn oder X. Hörst oder schaust du lieber zu? Den Videopodcast mit Felix Niederer kannst du auf Spotify und Youtube abonnieren.
Jetzt mehr erfahren.
