Russland
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Unidentified armed man patrols a square in front of the airport in Simferopol, Ukraine, Friday, Feb. 28, 2014. Dozens of armed men in military uniforms without markings patroled the airport in the capital of Ukraine's strategic Crimea region on Friday as tensions in the country's Russian-speaking southeast escalated. (AP Photo/Andrew Lubimov)

Bild: AP

Ukraine

Kiew entgleitet die Kontrolle über die Krim



Ticker: Ukraine: Unruhen auf Krim (28.02.2014)

Die Eindringlinge sollen aber das Gelände nach kurzer Zeit wieder verlassen haben, wie der vom russischen Staat mitfinanzierte Sender Russia Today unter Berufung auf den Pressedienst des Flughafens berichtete. Die Bewaffneten sollen nach ukrainischen Soldaten gesucht haben, trafen aber keine an.

Video: Youtube/euronews

Die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine hatte geschrieben, die Männer hätten Militäruniformen getragen. Augenzeugen hätten erklärt, die Bewaffneten hätten dieselbe militärische Kleidung getragen wie die Männer, die am Donnerstagmorgen die Gebäude von Parlament und Regionalregierung auf der ukrainischen Halbinsel Krim besetzt hätten. 

Die Männer seien in Fahrzeugen ohne Kennzeichen am Flughafen vorgefahren. Ein Sprecher des Flughafens widersprach Berichten, dass es sich um eine Besetzung gehandelt habe.

Am Freitagmorgen lief der Betrieb am Flughafen normal, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Zugang sei offen und Passagiere würden abgefertigt.

Uniformierte vor dem Flughafen postiert

Allerdings haben sich vor dem Gebäude Dutzende Uniformierte mit schwarzen Abzeichen aufgestellt. Auf die Frage nach ihrer Nationalität gaben sie keine Antwort. Auch ein Dutzend pro-russische Zivilisten war zugegen. «Wir sind alle Freiwillige und verhindern, dass Faschisten oder Radikale aus dem Westen der Ukraine hier landen», sagte einer von ihnen, der sich als Sprecher der Gruppe ausgab.

In der autonomen Teilrepublik der Ukraine leben überwiegend Menschen mit russischen Wurzeln. Sie fürchten infolge des Umbruchs in Kiew um ihre Autonomierechte. Die Konfrontation auf der Krim stellt die Ukraine zunehmend vor die Zerreissprobe.

Russland hatte am Donnerstag mit einem Militärmanöver auf die Spannungen reagiert und den Schutz für seine in der Krim-Stadt Sewastopol stationierte Schwarzmeerflotte erhöht.

Janukowitsch will Pressekonferenz abhalten

Knapp eine Woche nach seiner Entmachtung als ukrainischer Präsident will sich Viktor Janukowitsch am Freitagnachmittag erstmals öffentlich zu Wort melden. Nach Berichten russischer Agenturen plant der 63-Jährige eine Pressekonferenz in der Stadt Rostow am Don.

Am Wochenende war er vom Parlament in Kiew abgesetzt worden und geflohen. Janukowitsch beharrt darauf, dass er weiter der rechtmässige Präsident sei. Die Beschlüsse des Parlaments seien rechtswidrig.

epa03996095 Ukrainian President Viktor Yanukovych speaks with journalists during his meeting with Ukrainian media in Kiev, Ukraine, 19 December 2013. Russia and Ukraine this week signed a multi billion US dollar credit and gas deal, under which Kiev will pay more than 30 per cent less for the natural gas imports, and have access to 15 billion dollars in credit.  EPA/MYKHAYLO MARKIV

Janukowitsch, hier in einer Aufnahme vom Dezember 2013, befindet sich in Russland. Bild: EPA

Die NATO warnte vor einer Eskalation. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier und US-Aussenminister John Kerry riefen Russland von Washington aus zu einer konstruktiven Rolle bei der Stabilisierung der Ukraine auf. (trs/sda)

Die Ereignisse vom Donnerstag im Ticker:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wahrheit 28.02.2014 21:50
    Highlight Highlight Die Krim ist wunderschön, geschichtsträchtig und hat vor allem wunderbare Einwohner. Es tut weh zu sehen, wie hier jetzt erpresserische und repressive Politik betrieben wird. Lasst die Einwohner bestimmen.
  • Donald 28.02.2014 17:06
    Highlight Highlight Man sollte die Einwohner von Krim wählen lassen, zu was sie gehören möchten: Russland, Ukraine oder eigener Staat.
  • Zeit_Genosse 28.02.2014 16:55
    Highlight Highlight Die Ukraine hat es nicht verdient zum Spielball der grossen Badboys und der zerstrittenen EU zu werden. Diese Stellvertreterkonflikte treffen die Falschen. Kalter Krieg spielen ist in diesen Zeiten ein heisser Lauf.
  • Dietmar Jobst 28.02.2014 16:11
    Highlight Highlight Quatsch, dann wäre 1989, Gorbatschow, 2004 Orange revolution nie gewesen, Putin ist Auslaufmodell, nur ein kurze Frage der Zeit
  • zombie1969 28.02.2014 14:35
    Highlight Highlight Finger weg! Das muss die Parole für den Westen sein. Das ist Moskaus Hinterhof! Hier wird sich V. Putin nicht das geringste vorschreiben lassen. Der Westen kann sie hier nur kräftig die Finger verbrennen. Auch 2014 kommt die Macht immer noch aus den Gewehrläufen.

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