DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach Hunderten von Toten in den vergangenen Tagen sollen nun die Waffen der ukrainischen Militärs für eine Woche niedergelegt werden. 
Nach Hunderten von Toten in den vergangenen Tagen sollen nun die Waffen der ukrainischen Militärs für eine Woche niedergelegt werden. Bild: STRINGER/REUTERS
Nach Blutbad

Präsident Poroschenko ordnet einwöchige einseitige Feuerpause in Ostukraine an

21.06.2014, 08:0721.06.2014, 15:10

In der Ostukraine gilt seit dem späten Freitagabend eine einwöchige, einseitige Waffenruhe. Diese hatte Präsident Petro Poroschenko nach blutigen Kämpfen angeordnet, um den Weg für einen Frieden in der Region freizumachen.

Allerdings erwartet Kiew, dass die prorussischen Separatisten die Waffenruhe nutzen, um ihre Waffen niederzulegen. Wer dies nicht tue, werde «vernichtet», drohte die ukrainische Führung. Die Waffenruhe gilt offiziell bis Freitag den 27. Juni.

Die Aufständischen machten umgehend deutlich, dass sie von dem Angebot Kiews nichts halten. Aus den Krisengebieten lagen am frühen Samstagmorgen zunächst keine Berichte darüber vor, ob die Feuerpause eingehalten wurde.

«Niemand wird die Waffen niederlegen»

Auch Moskau sah in dem Friedensplan Poroschenkos lediglich eine Aufforderung zur Kapitulation. Es fehle das zentrale Element, meinte der Kreml, und zwar das Angebot zum Dialog. 

Nach Poroschenkos Vorstellungen sollten die prorussischen Kräfte in den nächsten Tagen nicht nur ihre Waffen niederlegen, sondern auch besetzte Gebäude in den ostukrainischen Grossstädten räumen und die zentralen Hörfunk- und Fernsehstationen freigeben.

Die Aufständischen teilten mit, dass sie den Ankündigungen nicht glaubten. «Wir haben schon hundertmal von einer Waffenruhe seitens der Nationalgarde und der ukrainischen Armee gehört. Aber die Militäroperationen hören keine Minute auf», sagte der Donezker Separatistenanführer Andrej Purgin. «Niemand wird die Waffen niederlegen», sagte auch der Anführer Miroslaw Rudenko. 

US-Präsident Barack Obama und sein französischer Kollege François Hollande begrüssten die Friedensinitiative Poroschenkos. Damit seien die Voraussetzungen für eine Entspannung und zur Aufnahme von Verhandlungen erfüllt, stellten Hollande und Obama bei einem Telefonat fest. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Hätte die Ukraine gegen Russland eine Chance? Diese Waffe fürchtet Putin
Mehr Soldaten, bessere Ausrüstung: Die ukrainische Armee ist viel besser aufgestellt als noch im Jahr 2014. Aber reicht das? Zumindest eine Waffe des ukrainischen Arsenals fürchtet Russland wirklich. 

Sie sind auf sich allein gestellt, niemand wird ihnen zu Hilfe eilen – auch die Nato nicht. Aus dieser Überzeugung heraus hat die Ukraine im Konflikt mit Russland in den vergangenen Jahren massiv in militärische Ausrüstung und Personal investiert. Der Verlust der Krim und von Teilen der Donbass-Region im Jahr 2014 ist ein Trauma für das Land, das sich nicht wiederholen soll.

Zur Story