Schweiz
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Im Fach Mathematik sind die Schweizer Schülerinnen und Schüler immer noch gut klassiert, während sie beim Lesen und im Fach Wissenschaft den OECD-Durchschnitt nur noch knapp übertreffen.  (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Das musst du über Tuberkulose-Fälle an Schweizer Schulen wissen

Nach Bekanntwerden von drei Tuberkolose-Erkrankungen im September ordneten die Aargauer Behörden Bluttests an den betroffenen Schulen an. Nun hat der Regierungsrat auf die Anfrage einer SVP-Politikerin geantwortet.

Noemi Lea Landolt / ch media



Das Wichtigste in Kürze:

Die Aufregung und Sorge war gross, als im September publik wurde, dass im Aargau zwei Kinder und ein Jugendlicher an Tuberkulose erkrankt sind. Die Behörden ordneten Bluttests bei Mitschülern und Lehrkräften an, um herauszufinden, ob sich weitere Personen angesteckt haben.

In Suhr wurden 18 Personen getestet, ein Test war positiv. In Brugg waren von den 19 Tests vier positiv. In Oberkulm war kein Test positiv. Es haben sich also fünf weitere Personen mit der Lungenkrankheit infiziert. Das geht aus der Antwort des Regierungsrates auf einen Vorstoss von Grossrätin Nicole Müller-Boder (SVP) hervor.

Die fünf Personen seien aber nicht erkrankt und damit auch nicht ansteckend, hält die Regierung fest. Ob sich die fünf bei den erkrankten Mitschülerinnen und Mitschülern angesteckt hätten, könne nicht mit Sicherheit gesagt werden. «Es ist nicht auszuschliessen, dass eine Ansteckung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgte.»

Tuberkulose-Fälle an Schweizer Schulen sind selten

Aus der Antwort der Regierung geht ebenfalls hervor, dass 2019 noch zwei weitere Personen an Tuberkulose erkrankten, die Aargauer Schulen besuchen. «Fälle an Schulen sind selten, kommen aber jedes Jahr immer wieder vor», schreibt die Regierung. Häufiger handle es sich um Erkrankungen bei Jugend­lichen, während jüngere Kinder selten betroffen seien.

Die Erkrankungsfälle waren in der Schweiz ab 2007 wieder leicht ansteigend, sind aber seit 2017 erneut rückläufig. In den letzten zehn Jahren gab es pro Jahr durchschnittlich etwa 530 Krankheitsfälle. Damit ist die Auftretenshäufigkeit im weltweiten Vergleich sehr niedrig. Im Aargau gab es seit 2000 zwischen 17 und 48 Fälle pro Jahr (siehe Tabelle).

Bild

«Direkter Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise»?

Die SVP-Politikerin wollte vom Regierungsrat auch wissen, ob die Tuberkulose-Fälle «einen direkten Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise» hätten.

Es sei zutreffend, dass in den letzten zehn Jahren die Mehrzahl der Tuberkulose-Erkrankungen in der Schweiz bei Personen aufgetreten sei, die eine andere als die Schweizer Nationalität hätten, schreibt der Regierungsrat.

«Häufig sind Personen betroffen, welche aus Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung stammen, in denen Tuberkulose noch sehr verbreitet ist».

Dies sei bei gewissen Herkunftsregionen von Asylsuchenden der Fall. Daher seien insbesondere 2015 und 2016 vermehrt Fälle bei Asylsuchenden aufgetreten, weil damals auch mehr Asyl­suchende in die Schweiz einreisten. «Allerdings stellt dies keine Gefahr für die Schweizer und Aargauer Bevölkerung dar», hält die Regierung fest.

Tuberkulose sei keine sehr ansteckende Krankheit und könne mit Antibiotika gut behandelt werden. Der Regierungsrat sieht denn in der aktuellen Situation keinen Anlass, die bestehenden Abläufe zu ändern oder zusätzliche Massnahmen zu ergreifen.

(aargauerzeitung.ch)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 15.12.2019 19:24
    Highlight Highlight Mal um etwas klarzustellen:
    Der absolut größte Teil der Menschheit, ja auch in Europa und in der Schweiz, ist träger der Tuberkolose.
    Setzt Müller-Boder selbst, vollkommen isoliert, den entsprechenden Voraussetzungen aus, und sie wird ohne den geringsten Kontakt mit einem infizierten, selbst eine Tuberkulose entwickeln. Lässt man sie noch etwas länger, entwickelt sie sogar eine offene Tuberkolose und wird so höchstgradig ansteckend.
    Alles andere ist einfach nur wieder die typische Hetzte, wie man sie aus diesen Kreisen nicht anders kennt.
  • runner 15.12.2019 08:49
    Highlight Highlight In einer deutschen Kinderklinik werden alle Migrantenkinder auf TB untersucht, weil sich hier die Fälle auffällig häufen. In den Flüchtlingslagern herrschen unglaubliche Zustände.
  • Pafeld 14.12.2019 22:48
    Highlight Highlight Man liest den Namen Müller-Boder und weiss sofort, dass sie sich nicht um die Kranken schert, sondern das die selbsternannte Sicherheitspolitikerin und Windeltortenbäckerin einzig und alleine einen neuen Grund sucht, um gegen Flüchtlinge zu hetzen. Und selbstverständlich wird man beim kompletten Lesen des Artikels nicht eines besseren belehrt.
    Zum Glück ist man selbst in der SVP-Hochburg Aargau nicht so bescheuert und hat sie zur am zweithäufigsten gestrichenen NR-Kandidatin deklassiert. Selbst für die SVP ist diese plumpe Hetztante nicht tragbar.
  • maljian 14.12.2019 19:51
    Highlight Highlight Könnt ihr die Tabelle ein wenig genauer erläutern? Betreffen die Zahlen nur den Aargau und mit Schweiz, Andere und keine Angabe ist die Nationalität gemeint?
    Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • little.saurus 14.12.2019 19:51
    Highlight Highlight Ist es nicht auch eine Krankheit, die durchs Impfen eingedämmt werden kann? Falls ja, wieso impft man dann nicht *facepalm*
    • Special K 14.12.2019 20:35
      Highlight Highlight Nein.
    • Zauggovia 14.12.2019 20:49
      Highlight Highlight Es gibt einen Impfstoff (BCG), der wirkt aber nur in kleinen Kindern und wird nicht grossflächig angewendet.

      Und entgegen der Aussage im Artikel sind Antiobiotikaresistente Tuberkulosestämme im Kommen.
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