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Türke aus Brugg AG muss wegen Tötung seiner Ehefrau 13 Jahre ins Gefängnis



Ein 44-jähriger Türke ist am Dienstag vom Bezirksgericht Brugg AG wegen vorsätzlicher Tötung an seiner Ehefrau zu einer Gefängnisstrafe von 13 Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Der Mann hatte die Frau mit roher Gewalt umgebracht.

Die 50-jährige Schweizerin war am 23. Juli 2013 in Brugg/Lauffohr tot in ihrem Auto aufgefunden worden. Noch am gleichen Nachmittag wurde der getrennt von ihr lebende türkische Ehemann wegen dringenden Tatverdachts festgenommen.

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass der Mann während der Ehe mit der Schweizerin auch in der Türkei nach muslimischem Brauch verheiratet war. Seine türkische Ehefrau hatte mit ihm vier Söhne. Der Mann besuchte seine Familie in der Türkei regelmässig und schickte ihr auch Geld.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Beschuldigten vor, die Ehe mit der Schweizerin 2009 nur deshalb eingegangen zu sein, um nach Ablauf der fünfjährigen Frist die Niederlassungsbewilligung zu erhalten und sich danach sofort scheiden zu lassen.

Als ihm seine Schweizer Ehefrau kurz vor Ablauf der Frist nach viereinhalb Jahren Ehe eröffnete, ihn zu verlassen, drohte er ihr – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft – sie zu töten, sollte sie die Trennung oder Scheidung tatsächlich einleiten.

Der Beschuldigte wurde nach diesem Vorfall häuslicher Gewalt polizeilich weg gewiesen. Knapp zwei Monate, nachdem die Schweizerin aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen war, wurde sie tot in ihrem Auto aufgefunden.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei der Verhandlung vergangene Woche auf Mord plädiert und eine lebenslange Verwahrung gefordert. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte auf Freispruch. Das Gericht entschied auf vorsätzliche Tötung, unter anderem weil die Tat nicht geplant war und keine eigentliche Tatwaffe vorhanden war. (sda)

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