Schweiz
Abstimmungen 2021

«Er hat meinen Respekt»: So reagiert Genf auf Maudets Wahlresultat

Pierre Maudet, centre, conseiller d'Etat genevois, devant ses avocats Yaeel Hayat, gauche, et Gregoire Mangeat, droite, s'adresse aux journalistes devant le palais de justice apres avoir ete ...
Als Partei-unabhängiger schafft es Pierre Maudet bei den Genfer Ersatzwahlen auf den zweiten Platz. Bild: keystone

FDP-Kandidat zieht sich zurück ++ Maudets Chancen steigen im 2. Wahlgang

Viele Blicke sind heute nach Genf gerichtet. Dort kommt es zur Überraschung: Pierre Maudet schafft es bei den Ersatzwahlen trotz erstinstanzlicher Verurteilung auf den zweiten Platz. Das sind die Reaktionen.
07.03.2021, 14:3507.03.2021, 15:22
Mehr «Schweiz»

Im ersten Wahlgang der Ersatzwahl für den Genfer Staatsrat hat am Sonntag kein Kandidat das absolute Mehr erreicht. Die Grüne Fabienne Fischer lag mit deutlichem Vorsprung in Führung. Pierre Maudet rangierte auf Platz zwei, gefolgt vom FDP-Kandidaten Cyril Aellen.

Fischer, die von der SP unterstützte Kandidatin der Grünen, erhielt 36'237 Stimmen. Mit 28'029 Stimmen folgte ihr der parteilose Maudet, der mit seinem Rücktritt die Wahl erforderlich gemacht hatte. Bereits abgeschlagen mit 19'275 Stimmen klassierte sich Aellen von der FDP auf Platz drei.

Der zweite Wahlgang findet am 28. März statt. Nicht mit dabei der FDPler Aellen: Auf «Leman bleu» gab er bekannt, dass er seine Kandidatur zurückzieht.

«Hat meinen Respekt»

Maudets Chancen steigen damit im zweiten Wahlgang. Und auch sein Resultat in der ersten Runde sorgt für viel Erstaunen. Weil er aus der FDP ausgeschlossen wurde, trat Maudet als Unabhängiger an. Dafür zollen ihm ehemalige Parteikollegen Respekt: «Er ist allein angetreten und dafür hat er meinen Respekt», so die FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro gegenüber RTS.

Für die Freisinningen ist das Abschneiden ihres Kandidaten «ein klarer Misserfolg», wie der Präsident der FDP Genf, Bertrand Reich, das Resultat kommentierte. Maudet war jahrelang das Zugpferd des Genfer Freisinns, bis er aus der Partei ausgeschlossen wurde.

Auf dem vierten Platz lag der SVP-Kandidat Yves Nidegger (16'456 Stimmen), gefolgt vom Kandidaten der Grünliberalen, Michel Matter (11'512 Stimmen). Auf den hintersten Plätzen klassierten sich Morten Gisselbaek von der Partei der Arbeit (6006 Stimmen), Olivier Pahud von der Liste Evolution Suisse (1442 Stimmen) und Yann Tesat von der BDP (731 Stimmen).

(ohe/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
30 Anführungszeichen-Fails, die ungewollt «lustig» sind
1 / 32
30 Anführungszeichen-Fails, die ungewollt «lustig» sind
bild: twitter
Auf Facebook teilenAuf X teilen
So funktioniert der Corona-Spucktest
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
raues Endoplasmatisches Retikulum
07.03.2021 15:19registriert Juli 2017
Die spinnen die Genfer.
10112
Melden
Zum Kommentar
avatar
KOHL
07.03.2021 15:15registriert März 2019
Bitte was?
775
Melden
Zum Kommentar
avatar
Foxtrott
07.03.2021 16:13registriert Oktober 2019
Irgendwie erinnert mich das an Trump und Seinesgleichen.
404
Melden
Zum Kommentar
13
Streifzug durch die Geschichte der Frauenbewegung – die drei Wellen des Feminismus

Seit Jahrtausenden, vermutlich seit der neolithischen Revolution, sind Frauen in fast allen menschlichen Gesellschaften schlechter gestellt als Männer. Bis in die jüngste Vergangenheit dominierte das Patriarchat als vermeintlich gott- oder naturgegebene Ordnung. Wohl zu allen Zeiten dürfte es Frauen gegeben haben, die den engen Spielraum auszuweiten suchten, den ihnen diese Ordnung zugestand.

Zur Story