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MĂŒdigkeit, Arbeit, Gesundheit, Krankheit, Frau

67 Prozent der Staatsangestellten fĂŒhlen sich bei der Arbeit gestresst. Bild: shutterstock

Was Staatsangestellte nach dem Feierabend tun (Spoiler: Nicht vielđŸ€·â€â™€ïž)



«Was machst Du nach dem Feierabend?» - «Nichts», ist die Antwort der meisten Angestellten bei den öffentlichen Diensten. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des VPOD bei seinen Mitgliedern. Zwei Drittel können sich nach einem Arbeitstag nicht mehr aufraffen zu einem Kino- oder Konzert-Besuch oder zum Tanzengehen – sie sind zu mĂŒde.

Schuld an diesem Zustand sind vor allem Zumutungen jenseits des jeweiligen KerngeschÀfts, wie die Online-Umfrage «Kollegin, Kollege, wie geht es dir?» des Verbandes des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) ergab, an der rund ein Zehntel der Mitglieder teilgenommen hat. Das Ergebnis wurde am Freitag am VPOD-Kongress in St. Gallen vorgestellt, wie aus einer Mitteilung des Verbandes hervorgeht.

Zwar sind 68 Prozent der knapp 3500 Antwortenden mit ihrer Arbeitssituation ganz oder eher zufrieden, und 76 Prozent sind wenigstens leiblich gesund. Bei der Arbeit fĂŒhlen sich aber 67 Prozent gestresst. Und einen Anstieg der psychischen Belastung am Arbeitsplatz in den letzten 4 Jahren bejahen 74 Prozent.

Aus der Umfrage geht klar hervor, dass weder die Belegschaft noch die Vorgesetzten der Hauptgrund fĂŒr die Misere sind. Mit den Kolleginnen und Kollegen verstehen sich 94 Prozent gut; ein mindestens anstĂ€ndiges Zeugnis fĂŒr die Chefin oder den Chef gibt es von 61 Prozent der Antwortenden. Man finde bei der vorgesetzten Stelle mit seinen Anliegen Gehör, heisst es in der VPOD-Mitteilung.

FĂŒr die eigentliche Arbeit zu wenig Zeit

Hingegen stellen demnach 84 Prozent fest, dass die administrativen Aufgaben in den vergangenen vier Jahren zugenommen haben. Der Satz «FĂŒr den eigentlichen Inhalt meiner Arbeit habe ich zu wenig Zeit» erzielte eine Zustimmung von 63 Prozent, 60 Prozent beklagen ĂŒbermĂ€ssige Zergliederung und ZerstĂŒckelung ihrer Arbeit.

Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent gibt sogar an, den Job nicht so machen zu können, «wie ich es mir vorstelle und wie ich es gelernt habe». (sda)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Vecchia
08.11.2019 18:06registriert July 2019
Das wundert mich nicht. Wenn politische oder gesetzliche Entscheide gefÀllt werden, sind die von "der Front" ja nicht dabei.
Dass Mehraufwand eventuell auch mehr Personal erfordern könnte, merkt man dann erst, wenn wĂ€hrend der Umsetzung der Neuerungen haufenweise Personal krankheitsbedingt ausfĂ€llt oder kĂŒndigt.
Bis dann aber nach rund zwei Jahren personellem Ausnahmezustand zusĂ€tzliche Stellen bewilligt werden, ist der Karren schon voll im Dreck oder von sehr pflichtbewusstem Personal mit Überstunden und Burnout-Symptomen halbwegs aus dem Dreck gezogen.
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Markus97
08.11.2019 19:30registriert August 2018
Als 22-JĂ€hriger frage ich mich: Gab es eine Zeit in der es ĂŒblich war, das man nach einem Arbeitstag noch wegging? Weder ich noch einer meiner Freunde hĂ€tte dazu noch die Energie. Ich wĂŒrde da nichtmal jemanden fĂŒr finden, wenn ich wollte. Alle wollen um 5 sofort nach Hause. Weggehen ist fĂŒr mich etwas das es exklusiv am Freitag und am Wichenende gibt....
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Garp
08.11.2019 18:41registriert August 2018
Das kommt von all diesen Kontrolling Systemen, die die Arbeit und QualitĂ€t verbessern sollten. FĂŒr die eigentliche Arbeit bleibt dann immer weniger Zeit. Unsere moderne Gesellschaft leidet unter Kontrollwahn.
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