Schweiz
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Das Modell eines Gripen-Kampfflugzeuges steht im Saal waehrend einer Informationsveranstaltung im Hinblick auf die Referendumsabstimmung vom 18. Mai 2014 ueber das Gripen-Fonds-Gesetz, am Montag, 14. April 2014, in der Mehrzweckhalle Ennetbuergen. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Unbekannte Besucherin eines Pro-Gripen-Anlasses in der Mehrzweckhalle Ennetbuergen liebkost ein Gripen-Modell. Bild: KEYSTONE

Analyse

Die Gripen-Kampagne ist am Ende, weil die Befürworter den Gripen gar nie wollten

Die Gripen-Befürworter sind gegroundet. Sie selbst haben daran so viel Anteil, dass man sich fragen muss, ob sie das nicht absichtlich gemacht haben. 

29.04.14, 15:44 15.07.14, 16:13

Eine einfache Faustregel im politischen Campaigning lautet: Es gibt während eines Abstimmungs- oder Wahlkampfes fünf matchentscheidende Events, die die Mehrheit auf die eine oder andere Seite kippen lassen können. Wer von drei dieser Events profitieren kann, der geht höchstwahrscheinlich als Sieger aus einer Abstimmung oder Wahl hervor. 

Die Kampagne für die Beschaffung des schwedischen Kampfflugzeuges Gripen als Ersatz für die veralteten Tiger hat bereits drei Wochen vor der Abstimmung am 18. Mai bei weit mehr als fünf Gelegenheiten so schlecht ausgesehen, dass angesichts der weit fortgeschrittenen Meinungsbildung und der gemäss jüngsten Umfragen knappen Mehrheitsverhältnisse mit einer Annahme der Vorlage eigentlich nicht mehr zu rechnen ist. 

In der Rückschau stellt sich dem geneigten Stimmbürger die Frage, ob eine dermassen katastrophale Kampagnenführung allein auf Unvermögen zurückzuführen ist. Oder ob sie den Befürwortern nicht doch ganz gelegen kommt, weil sie den Gripen gar nicht wollen:

1. Noch bevor das Geschäft überhaupt in die Räte gekommen ist, drangen aus dem Inneren des VBS die Details des Gripen-Evaluationsberichtes an die Öffentlichkeit. Sie sollten illustrieren: Der Gripen genügt bloss den finanziellen Rahmenvorgaben. Aber das Flugzeug ist schlecht

Umfrage

Sind Sie für den Kauf des Gripen?

  • Abstimmen

1,009 Votes zu: Sind Sie für den Kauf des Gripen?

  • 27%Ja, weil wir einen neuen Kampfjet brauchen.
  • 4%Ja, weil der Gripen ein guter Flieger ist.
  • 69%Nein, wir brauchen den Kampfjet nicht.

2. Während des Abstimmungskampfes warb Saab bei öffentlichen Anlässen für den Gripen, mischte sich so als fremdes Staatsunternehmen in einen Schweizerischen Abstimmungskampf ein und verteidigte diese Aktionen auch noch. In der Folge gab die CVP die Koordination der Abstimmungskampagne entnervt ab. 

3. Vor drei Wochen sagte Thomas Hurter, der ehemalige Militärpilot, SVP-Nationalrat und ehemalige Präsident der für die Jet-Evaluation zuständigen Subkommission des Nationalrates, sinngemäss folgenden Satz in ein Radiomikrofon: Wenn die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 18. Mai Nein sagen zur Vorlage, dann meinen sie damit nur den Finanzierungsfonds und nicht die Kampfflugzeugbeschaffung an sich. Man könne in diesem Fall das Geld über das ordentliche Armeebudget zurückstellen und gestaffelt neue Kampfflugzeuge kaufen. Sowohl das VBS als auch die sicherheitspolitische Komission des Ständerates pfiffen ihn zurück. Die sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates konnte das nicht - weil Hurter diese präsidiert. 

4. Am Wochenende bezeichnete Verteidigungsminister Ueli Maurer auf Pro-Gripen-Veranstaltungen die zu ersetzenden Tiger-Kampfjets als Gebrauchtgegenstände und fragte die Zuhörer, was bei ihnen daheim nach 30 Jahren noch funktioniere. Bei ihm sei es nur noch die Frau, die den Haushalt schmeisst

5. Und heute gelangten die vor Selbstgefälligkeit strotzenden Berichte des schwedischen Botschafters über das Vote-Whipping (Stimmen-Akquise) in den zuständigen Parlamentskommissionen an die Öffentlichkeit. 

Von diesen fünf öffentlichkeitswirksamen Events, die dem Gripen massiv schaden, sind für mindestens zwei der Parlamentspilot Hurter und der Verteidigungsminister Maurer direkt verantwortlich. Die frühen Leaks über den schlechten Evaluationsbericht (den Hurter verantwortet hatte) kamen ebenfalls aus dem VBS oder der Luftwaffe. Und den Eingriff der schwedischen Saab in den eidgenössischen Abstimmungskampf hatten die gleichen Kreise zumindest nicht verhindert.

Es sind nur die Botschafter-Leaks, die nicht den Verdacht aufkommen lassen, dass jene, die nun die grössten Befürworter des Gripen-Kaufs spielen, seine effizientesten Gegner sind und schon immer waren. 

Ob die PR-Sabotage-Akte geplant waren oder die Akteure Opfer von unbewussten Männerfantasien nach einem potenten Flieger wurden, ist einerlei. Den Gripen haben sie so gut wie erledigt.

Weil ihnen der Plan B besser gefällt. Weil sie lieber irgendwann den Eurofighter wollen als den Gripen jetzt.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Geisi 02.05.2014 07:58
    Highlight Richtig. FA18 halten noch bis 2030. Kaufen wir "fertige Flugi" dann können wir ab 2020 mit der Neuanschaffung beginnen. Bis dahin haben wir dann vielleicht auch ein "Luftverteidigungskonzept". Kaufe ja auch keine Kondome, wenn ich noch gar nicht weiss, ob ich überhaupt Sex haben werde und ob ich überhaupt welche brauchen werde.
    0 0 Melden
    • Zeit_Genosse 02.05.2014 08:26
      Highlight Der Vergleich mit den Kondomen und dem Sex ist etwas unglücklich. Man kauft die Kondome vor dem Sex, wie man auch ein Flugzeug für den Ernstfall vorher kauft. Ob sie Sex brauchen, ist ihre persönliche Sache. Doch Sicherheit im Luftraum geht uns alle an. Das spricht für eine Beschaffung, aber nicht für den Gripen. Mit dem hätten wir zwar geschützen, jedoch schlechten Sex. Und das brauchen wir nicht.
      1 1 Melden
  • break 30.04.2014 13:42
    Highlight Wieso Gripen? ... wir haben doch die Masseneinwanderungs-Initiative angenommen :-) ?
    6 0 Melden
    • JVC 30.04.2014 20:23
      Highlight Bravo
      Der hat gesessen:-)
      Spass muss auch sein.
      4 0 Melden
  • Geisi 30.04.2014 00:30
    Highlight Weiss nicht wofür wir Flugi brauchen, die wenn sie gestartet und in der Luft sind, ausserhalb der zu bewachenden Landeszonen sind...
    5 1 Melden
    • Lausig 30.04.2014 11:52
      Highlight Wir brauchen die Gripen für Luftpolizeidienst, jetzt und in Zukunft. Noch Fragen?
      1 12 Melden
    • JVC 30.04.2014 20:16
      Highlight Luftpolizeidienst während der Büozeiten und eine funktionsunfähige Bodentruppe?
      Nein, das nützt rein gar nichts.
      Der Gripen wird scheitern weil es eine diletantische Regierungsposse aller beteiligten Politiker und Staaten ist, der Flieger niemals das Potenzial hat was ihn rechtfertigen würde und die PR Aktionen der Befürworter dermassen aufdringlich sind dass es einem ablöscht. Ich wette eine geschicktere Projektführung und der Flieger wäre durchgewunken worden. Aber Bundesrat Maurer ist derart schwach in dieser Besetzung. Sein Benehmen wirkt nur trotzig und tollpatschig. Sogar Blocher wäre der Passsendere gewesen.
      Sorry aber die Rahmenbedingungen wären gut gewesen also ist es ein Versagen auf höchster Ebene.
      10 1 Melden
    • JVC 30.04.2014 21:20
      Highlight Wieso immer auf den Bürozeiten rumgeritten wird?
      Weil dieses faule Argument eines der wichtigsten war die dem Bürger unter die Nase gehalten wurde.
      Und ganz ehrlich, wie blöd muss man sein eine solche Lachnummer als Kaufgrund zu bringen?
      Kaufe ein neues Auto weil das eine ausserhalb der Bürozeiten still steht weil nur einer fahren kann und der Tank leer ist. So unglaublich lachhaft. Der Gripen hatte von Anfang ein Problem:
      Die Armeeführung mit ihrer Lachnummeraufführung.
      6 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • xr_king28 29.04.2014 22:50
    Highlight Die sollten das Geld lieber in die Entwicklung eines eigenen "Schweizer Jets" investieren. Einen solchen könnten man dann auch an usere Gegebenheiten anpassen... Aber naja ich bin eben nur einfacher Bürger und kein Politiker....
    4 7 Melden
  • Horseman 29.04.2014 22:49
    Highlight Im Jahre 1988 durfte ich an der Herausgabe eines Buches zum 125-Jahr-Jubiläum der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte Thun, eines staatlichen Rüstungsbetriebes, mitarbeiten.
    Dabei habe ich viel und ausgiebig recherchiert. Als bekennender Patriot und begeisteter Maschinen-Ingenieur lernte, dass die Zeiten des eigenständigen Flugzeugbaus in der Schweiz längst zu Ende waren.
    Als Projektleiter im Schweizer Lizenz-Nachbau des deutschen Kampfpanzers Leopard habe ich erlebt, wie in der Schweiz die Zeiten der Panzer-Eigenentwicklungen zu Ende gingen.

    Wir können es drehen und wenden, wie wir wollen. Derart komplexe Systeme lassen sich heute, wenn's denn sein muss, nur noch im internationalen Staatenverbund entwickeln und finanzieren; es übersteigt die Möglichkeiten allein der Schweiz oder Schweden. Aus dieser Sicht mag die Beschaffungsvorlage für den Gripen durchaus Sinn machen.

    Die meisten Politiker haben aber keine Ahnung von der technischen Komplexität eines derartigen Systems. Also wird halt "Politik gemacht" und über Geld geredet - dumm geredet und das Projekt in den Augen der Stimmbürger begraben.

    Ich weine diesem Projekt keine Träne nach, auch wenn's durchaus sinnstiftend wäre aus industrieller und arbeitsmarkt-politischer Sicht.

    Wenn ich allerdings daran denke, dass die gleichen dummen Politiker über die Energie-Wende reden, wird mir mulmig zumute
    8 1 Melden
    • Zeit_Genosse 30.04.2014 12:28
      Highlight Eurofighter und F35 sind solche internationalen Projekte mit viel mehr Teilnehmenden und weniger Risiken. zudem sind diese Systeme leistungsfähiger, aber auch teurer, wobei man den kleinen und damit günstigeren Gripen nicht ganz vergleichen kann, weil er in der 2.Reihe spielt.
      3 0 Melden
  • Markus Zollinger 29.04.2014 22:07
    Highlight Ich freu mich uf dä Flüger! Yes.
    4 9 Melden
    • Zeit_Genosse 30.04.2014 12:32
      Highlight Warum freuen? Die Flieger sind Ausdruck einer unsicheren Welt, vor der man sich damit beschützen möchte. Mit diesen Fliegern will man sich in Ernstfällen verteidigen. Darauf freue ich mich nicht. Ich wünsche mir eine konzeptionell auf die Bedrohungslagen der Zukunft abgestimmte Verteidigungsarmee, die beste für die Schweiz (nicht der Welt). Ob dieser Flieger dazugehört?
      6 1 Melden
    • JVC 30.04.2014 20:20
      Highlight Ich mich auch. Nähmlich wenn er da bleibt wo er ist.
      Soll die Armeeführung mal alle FA18A in die Luft bringen. Dann reden wir weiter.
      5 0 Melden
  • Asper 29.04.2014 22:01
    Highlight Man sollte der Tatsache ins Auge blicken, das überall wo Schweden bisher den Grippen im Ausland verkaufte später Bestechungen aufgedeckt wurden. Ich wäre so was von überhaupt nicht überrascht, wenn irgend wann mal auch hier solche Geschichten über den Entscheid an die Oberfläche kommen.
    5 0 Melden
  • Zeit_Genosse 29.04.2014 20:46
    Highlight Wenn die Jungen und die Frauen zahlreich stimmen gehen, dann müssen wir bald über andere Flieger abstimmen oder und mit geleasten Gripen zufrieden geben.
    2 6 Melden
  • JVC 29.04.2014 19:07
    Highlight Grip gripp Hurrah
    FA18a forever
    7 1 Melden
  • flubi 29.04.2014 18:34
    Highlight Es gibt soviele Flugzeughersteller die ein fertiges Produkt anbieten würden.
    Aber die Schweizer Luftwaffe möchte ein unfertiges Flugzeug.
    Ich verstehe dies einfach nicht und deshalb wird dies von mir abgelehnt.
    Das Verhalten der Politiker und des Militärs grenzt an eine Zwängerei wie bei Kleinkindern.
    13 6 Melden
  • Der Tom 29.04.2014 18:13
    Highlight Mir ist der einfach zu klein! Kaum Schienbeinhoch. Was soll denn das sein? Vernünftig wäre eine F35
    7 2 Melden
    • mauchmark 29.04.2014 20:18
      Highlight Der F-35 hätte genauso wenig Chancen wie der Gripen E - er ist auch ein "unfertiges" Produkt" wie @flubi oben schreibt.

      Das ist leider das Dilemma an einer CH-Flugzeugbeschaffung - das Militär will ein modernes Flugzeug = "unfertig" und die Stimmbürger ein "fertiges" Flugzeug = veraltet...
      4 2 Melden
    • Wiederkehr 01.05.2014 15:13
      Highlight Meinst Du der Rafale oder der F 35 passen in die Kavernen?
      1 0 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 29.04.2014 17:52
    Highlight Man stelle sich vor: Die Bildungskommision um SP'ler Matthias Aebischer schlägt die Beschaffung neuer Lernmittel vor. Diese kommen aus Deutschland und kosten 40 Millionen. Die SVP, FDP und teile der CVP erklärt die Opposition dagegen. Also wählt man als Alternative ein Bildungsmittel aus der Schweiz aus, das wohl nicht wirklich taugt, aber ein bisschen günstiger ist und... aus der Schweiz. Die SVP und FDP sind immer noch der Meinung, die alten Bücher tun es noch und lehnen deren Beschaffung weiter ab. Die SP greift nun tief in die Rumpelkiste und beschuldigt die Bürgerlichen, dass sie nicht die Beschaffung der Bücher blockieren wollen, sondern die Schule an sich abschaffen wollen! Und wenn diese Bücher nicht gekauft werden, werde die Schweiz nicht mehr in der Lage sein, die Bildung für die Schüler sicher zu stellen, denn die bestehenden Lernmittel seien zu veraltet. Somit sei ein "Nein" zu den neuen Büchern ein "Nein" zu unserem Schulsystem und somit ein "Nein" zur Bildung unserer Kinder an sich. Leider lässt sich weder Volk noch Parlament dadurch beeindrucken. Immerhin der CEO des Schweizer Lehrmittelverlages konnte die CVP mit viel Effort schon überzeugen. Nun tritt Herr Eymann, Präsident der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) auf und erklärt am Fernseher, es wäre besser, wenn die Schweizer Eltern schonmal einen Notvorrat an Kreidetafeln und Schulbüchern anlege, für den Fall, dass das Schulsystem irgendwann in sich zusammenbreche. Dies sei zur Zeit auch in Niederzulukafien zu betrachten und auch da hätte niemand damit gerechnet.

    Natürlich würde sich in so einem Szenario nicht nur die SP und die EDK mit ihrem Präsidenten lächerlich machen, sondern auch jeder, der deren Vorgehen auch noch in den Kommentarspalten verteidigt...

    Nun liebe Gripen-Befürworter... merkt Ihr was?
    29 4 Melden
    • Daniel Caduff 29.04.2014 20:29
      Highlight Absolut bester Kommentar, den ich je zu diesem Thema gelesen habe!
      7 3 Melden
    • Zeit_Genosse 30.04.2014 12:36
      Highlight Das zu lesen war ein Genuss...
      2 0 Melden
    • Affi 30.04.2014 14:04
      Highlight Super geschrieben ... Danke! :-)
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kEINKOmmEnTAR 29.04.2014 17:24
    Highlight Die sollten endlich deneurofighter oder den amerikaner kaufen! Nicht diesen billig-Flieger! Wenn die anderen Modelle zur Abstimmung stehen werde ich sie annehmen, jetzt den grippen aber ablehnen.
    5 10 Melden
    • mauchmark 29.04.2014 20:24
      Highlight ... mit anderen Worten: Die F/A-18 war die letzte Kampfflugzeugbeschaffung der Schweizer Luftwaffe.
      2 1 Melden
    • street21 29.04.2014 22:49
      Highlight aha ja, hier spricht ein Experte...
      1 1 Melden
    • kEINKOmmEnTAR 30.04.2014 11:15
      Highlight Es gibt auch ein amerikanisches Flugzeug, ob es jemals auf dem Schirm der Schweiz stand weiss ich nicht.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blindcow 29.04.2014 16:28
    Highlight das nennt man eine gripen-bruchlandung, lang lebe der eurofighter
    6 6 Melden
  • rah 29.04.2014 16:12
    Highlight für wie blöd/dumm halten sie uns eigentlich?
    8 4 Melden
    • Erwin Sommer 29.04.2014 18:40
      Highlight Die Frage ergibt gleich die Antwort: Für Saudumm.
      7 1 Melden

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