Schweiz
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Der Schweizer Grenzwache gehen die Drohnen aus – jetzt müssen Helikopter helfen



Ab Ende des Jahres wird die Schweizer Grenze nicht mit militärischen Drohnen, sondern mit Helikoptern gesichert. Der Grund: Die neuen Drohnen des israelischen Herstellers Elbit sind mindestens sieben Monaten verspätet betriebsbereit.

«Der Hersteller hat die Zertifizierung der neuen Fluggeräte unterschätzt», bestätigt Kaj-Gunnar Sievert, Sprecher der Rüstungsbehörde Armasuisse, einen Bericht der Tamedia-Zeitungen von Montag.

ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DEN NACHRICHTENDIENST (NACHRICHTENDIENSTGESETZ) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Eine Drohne des Typs Hermes 900 startet am Montag, 8. Oktober 2012, auf der Airbase Emmen zu einem Testflug. Die Hermes 900 kommt als Nachfolgerin der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklaerungsdrohne ADS 95 in Frage. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Eine Hermes-Drohne bei einem Testflug in Emmen. Bild: KEYSTONE

Bereits vor vier Jahren hat die Armee diese Drohnen vom Typ Hermes 900 bestellt. Damals hiess es, sie sollten im Verlauf des Jahres 2019 geliefert werden. Eine erste Teillieferung soll nun im Dezember eintreffen.

Bevor sie aber in der Schweiz zum Einsatz kommen, muss erst einmal das Betriebspersonal geschult werden. Und: Die Schweizer Militärluftfahrtbehörde muss die Drohnen zulassen. Das dauere länger als geplant, heisst es bei Armasuisse.

Eventuell Konventionalstrafe

Solche Verspätungen seien «normal» und Teil eines jeden Vertrages, sagt Sievert gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dennoch könnte sich der Hersteller Elbit mit einer Konventionalstrafe konfrontiert sehen. Entschieden sei dazu allerdings noch nichts, so Sievert.

Einsatzbereit sind die neuen Drohnen voraussichtlich im dritten Quartal nächsten Jahres. Aber bereits im kommenden November müssen die alten, nunmehr zwanzigjährigen Drohnen vom Typ Ranger ausgemustert werden.

Keine Mehrkosten

Genutzt werden die unbemannten Fluggeräte vor allem vom Grenzwachtkorps im Kampf gegen organisierte Kriminaltouristen, gegen Schlepper von Migranten und gegen bandenmässigen Schmuggel. Diese Aufgaben müssen nun länger als ein halbes Jahr Helikopter übernehmen.

Ihr Nachteil gegenüber Drohnen: Sie können weniger lang in der Luft bleiben, sie sind laut und damit weniger diskret als Drohnen und sie verbrauchen mehr Treibstoff. Mehrkosten entstünden laut Angaben der Armee aber nicht.

Das Parlament hatte 2015 einem Kredit von 250 Millionen Franken für die neuen Hermes-Drohnen zugestimmt. Mit einer Länge von neun Metern und einer Flügelspannbreite von 17 Metern können die Drohnen bis zu 24 Stunden in der Luft bleiben. Stationiert werden sie auf dem Militärflugplatz im luzernischen Emmen; von dort aus können sie jeden Punkt in der Schweiz erreichen. (sda)

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24
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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gulasch 16.09.2019 13:26
    Highlight Highlight Das Bild ist nicht in Emmen aufgenommen worden!
  • malu 64 16.09.2019 12:47
    Highlight Highlight Warum müssen, die alten Drohnen Ende November 19 außer Betrieb gesetzt werden? Ist das Verfalldatum erreicht, oder werden ihre Piloten alle Miteinander pensioniert?
  • Toastface Chillah 16.09.2019 12:45
    Highlight Highlight Ist es eigentlich immer noch so, dass die Armeedrohnen immer von einem Helikopter begleitet werden müssen?
    • Bivio 16.09.2019 13:22
      Highlight Highlight Bei den alten Ranger-Drohnen ist dies immer noch der Fall. Weil diese zu klein sind und somit je nachdem eine Gefahr für den übrigen Luftverkehr darstellen.
  • Triple A 16.09.2019 12:06
    Highlight Highlight Brauchen wir die Dinger wirklich?!
    • ghawdex 16.09.2019 13:43
      Highlight Highlight Die Grenzwache und die Polizei sind sehr froh bei Bedarf auf dieses Werkzeug zurückgreifen zu können.
    • Triple A 16.09.2019 15:21
      Highlight Highlight Früher: Schwerter zu Pflugscharen!; heute: Drohnen zu Rasenmähern!
  • Justinian 16.09.2019 11:04
    Highlight Highlight Wäre noch interessant gewesen zu wissen, wieviele von diesen Hermes 900 bestellt wurden.
    • Bivio 16.09.2019 13:23
      Highlight Highlight 6 Stück hat das VBS bestellt. Diese ersetzen die 14 Ranger-Drohnen.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 16.09.2019 10:57
    Highlight Highlight Vielleicht mal im Iran nachfragen. Der scheint flugtüchtige zu haben.
    • winglet55 16.09.2019 11:34
      Highlight Highlight @ LMYI Gerüchten zufolge solche die die US Army nicht oder zu spät lokalisieren kann........
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 16.09.2019 12:34
      Highlight Highlight @winglet55: Genau! Man fragt sich dabei, wie solche hightech Geräte trotz jahrelangem Embargo gebaut werden! Da darf man schon mal gratulieren zu so viel Raffinesse! ;)
    • winglet55 16.09.2019 13:56
      Highlight Highlight und wie weit die anerica great again technology hinter der der ( mir auch nicht sehr symphatischen mullahs) hinterherhinkt
  • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 16.09.2019 10:21
    Highlight Highlight 17 Meter Spannweite? Die Dinger sind ja riesig. Da ist eine Cessna 172 klein dagegen. Habe mir die Dinger immer als etwas grössere Modellflugzeuge vorgestelt.
    • x4253 16.09.2019 11:01
      Highlight Highlight Ja, die sind ein wenig grösser. Aber im Vergleich zur Global Hawk (40m Spannbreite) auch noch klein.
    • The Destiny // Team Telegram 16.09.2019 11:44
      Highlight Highlight Es muss ja auch nicht die gesamte Schweizer Bevölkerung in Echtzeit überwacht werden...
    • supremewash 16.09.2019 12:17
      Highlight Highlight Ist halt kein Quadcopter aus dem Interdiscount ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jemand67 16.09.2019 10:19
    Highlight Highlight Drohnen. Die neue Pest der Lüfte.
    • Bivio 16.09.2019 13:24
      Highlight Highlight Tauben sind die Pest der Lüfte!
    • Jemand67 16.09.2019 14:08
      Highlight Highlight Ja stimmt eigentlich. Darum „neue Pest“...Wenn ich irgendwo in der Natur oder in an einem Badeort bin nervt dieses „ bsssssss“ der Rotoren wie eine Mücke in der Nacht. Man weiss ja auch nicht ob man gefilmt wird...
    • Albi Gabriel 16.09.2019 15:01
      Highlight Highlight Nein Bivio, Tauben sind die Ratten der Lüfte...

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