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Der Schweizer Grenzwache gehen die Drohnen aus – jetzt müssen Helikopter helfen

16.09.2019, 09:5016.09.2019, 10:06

Ab Ende des Jahres wird die Schweizer Grenze nicht mit militärischen Drohnen, sondern mit Helikoptern gesichert. Der Grund: Die neuen Drohnen des israelischen Herstellers Elbit sind mindestens sieben Monaten verspätet betriebsbereit.

«Der Hersteller hat die Zertifizierung der neuen Fluggeräte unterschätzt», bestätigt Kaj-Gunnar Sievert, Sprecher der Rüstungsbehörde Armasuisse, einen Bericht der Tamedia-Zeitungen von Montag.

Eine Hermes-Drohne bei einem Testflug in Emmen.
Eine Hermes-Drohne bei einem Testflug in Emmen.
Bild: KEYSTONE

Bereits vor vier Jahren hat die Armee diese Drohnen vom Typ Hermes 900 bestellt. Damals hiess es, sie sollten im Verlauf des Jahres 2019 geliefert werden. Eine erste Teillieferung soll nun im Dezember eintreffen.

Bevor sie aber in der Schweiz zum Einsatz kommen, muss erst einmal das Betriebspersonal geschult werden. Und: Die Schweizer Militärluftfahrtbehörde muss die Drohnen zulassen. Das dauere länger als geplant, heisst es bei Armasuisse.

Eventuell Konventionalstrafe

Solche Verspätungen seien «normal» und Teil eines jeden Vertrages, sagt Sievert gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dennoch könnte sich der Hersteller Elbit mit einer Konventionalstrafe konfrontiert sehen. Entschieden sei dazu allerdings noch nichts, so Sievert.

Einsatzbereit sind die neuen Drohnen voraussichtlich im dritten Quartal nächsten Jahres. Aber bereits im kommenden November müssen die alten, nunmehr zwanzigjährigen Drohnen vom Typ Ranger ausgemustert werden.

Keine Mehrkosten

Genutzt werden die unbemannten Fluggeräte vor allem vom Grenzwachtkorps im Kampf gegen organisierte Kriminaltouristen, gegen Schlepper von Migranten und gegen bandenmässigen Schmuggel. Diese Aufgaben müssen nun länger als ein halbes Jahr Helikopter übernehmen.

Ihr Nachteil gegenüber Drohnen: Sie können weniger lang in der Luft bleiben, sie sind laut und damit weniger diskret als Drohnen und sie verbrauchen mehr Treibstoff. Mehrkosten entstünden laut Angaben der Armee aber nicht.

Das Parlament hatte 2015 einem Kredit von 250 Millionen Franken für die neuen Hermes-Drohnen zugestimmt. Mit einer Länge von neun Metern und einer Flügelspannbreite von 17 Metern können die Drohnen bis zu 24 Stunden in der Luft bleiben. Stationiert werden sie auf dem Militärflugplatz im luzernischen Emmen; von dort aus können sie jeden Punkt in der Schweiz erreichen. (sda)

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