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Worüber Odermatt nach Super-G-Sieg in Kitzbühel vor von Allmen staunt

Switzerland's Marco Odermatt reacts at finish line during a men's World Cup super-G, in Kitzbuehel, Friday, Jan. 23, 2026. (AP Photo/Marco Trovati)
Austria World Cup Alpine Skiing
Freude bei Odi, als er realisiert, dass es ihm um drei Hundertstel gereicht hat.Bild: keystone

«Unten passte die Linie perfekt» – worüber Odermatt nach seinem Sieg staunt

Marco Odermatt und Franjo von Allmen feiern ihren dritten Doppelsieg in dieser Saison. Im Super-G von Kitzbühel ist Gesamtweltcupsieger Odermatt um drei Hundertstel schneller als der Abfahrts-Weltmeister.
23.01.2026, 12:5823.01.2026, 14:50

Zum dritten Mal nach den zwei Abfahrten in Gröden belegen Marco Odermatt und Franjo von Allmen im gleichen Rennen die Plätze 1 und 2. Kurz vor Weihnachten hatten beide je ein Mal gewonnen, nun hiess es wieder: «Odi» vor Franjo. Zu diesen Doppelsiegen gesellt sich der Schweizer Dreifachsieg im Riesenslalom von Val d'Isère, den Loïc Meillard vor Luca Aerni und Odermatt für sich entschied.

Auf der Streif legte von Allmen vor. Er jagte dem unmittelbar vor ihm gestarteten Österreicher Stefan Babinsky dessen Bestzeit ab. «Ich fuhr ziemlich locker», sagte er im SRF-Interview. In gewissen Passagen habe er nicht das letzte Risiko gesucht. «Es geht darum, die Fehler zu minimieren und ins Ziel zu kommen. Im Grossen und Ganzen war es eine gute Fahrt.»

Odermatt nirgends der Schnellste

Es war in der ersten Reaktion unschwer zu erkennen, wie sehr von Allmen der geringe Rückstand auf den Sieger fuchste. Denn einer, wieder mal dieser eine, war noch um drei Hundertstelsekunden schneller: Marco Odermatt.

Interessant: Der Nidwaldner war in keinem der fünf Sektoren des Rennens der Schnellste. Doch in der Abrechnung ergab seine Fahrt eben trotzdem den Sieg, den 53. seiner Weltcupkarriere.

Die Zeiten bestätigten Odermatts Eindruck, den er unterwegs hatte. «Ich hatte nicht das super, super Gefühl. Oben schon, im Lärchenschuss war's dann etwas unruhig und über den Hausberg stimmte die Richtung nicht. Ich war deshalb wirklich ein bisschen überrascht, dass es im Ziel grün leuchtete.»

Abfahrtssieg als grosses Ziel

Dass dem so war, lag am letzten Abschnitt. «Unten passte die Linie wohl perfekt», sagte der im Gesamtweltcup überlegen Führende. Odermatt staunte: «Mit 144 km/h war ich beinahe schneller als in der Abfahrt. Da hat es super gepasst.»

Den Super-G in Kitzbühel hat Marco Odermatt damit zum zweiten Mal gewinnen können. Auf einen Erfolg in der Hahnenkamm-Abfahrt, der seinen bereits jetzt beeindruckenden Palmarès weiter aufwerten würde, wartet er noch. «Odi» und seine vielen Fans hoffen, dass sich das am Samstag (11.30 Uhr) ändert. «Nur ein Bier heute», empfahl der Schweizer Abfahrtstrainer Vitus Lüönd im ORF deshalb mit einem Augenzwinkern.

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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code-e
23.01.2026 14:20registriert November 2018
Darf gerne Morgen so weitergehen! Freue mich auf die Abfahrt. Go Odi!
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s'Paddiesli
23.01.2026 15:22registriert Mai 2017
Bei den ersten, kurzen Interviews schienen mir beide nicht ganz glücklich.
Franjo ärgerte sich, dass ihm nur 3 Hundertstel zum Sieg fehlten.
Marco ärgerte sich, dass er nur 3 Hundertstel vor Franjo lag und nicht mehr.

Letzten Endes haben beide für einen Schweizer Doppelsieg gesorgt, und das zählt!
Grossartige Leistung! 🇨🇭
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