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Trotz Unterstützung von SVP-Hardliner: So lange hat noch keine Ausländerin auf ihre Einbürgerung gewartet

Seit über 130 Jahren lebt sie in der Schweiz und wird von vielen Einheimischen äusserst geschätzt, am meisten wenn sie blau ist. Sogar der St.Galler SVP-Hardliner ist weich geworden und will sie einbürgern, doch der Bundesrat bleibt hart. Leidtragende ist die Regenbogenforelle.



Der St.Galler SVP-Nationalrat Lukas Reimann macht sich stark für die Einbürgerung einer ausländischen Tierart: der Regenbogenforelle. Der Bundesrat ist dagegen.

Regenbogenforelle

Bundesrat will nicht, dass sie Schweizerin wird: Die Regenbogenforelle. Bild: Wikipedia

Da die Regenbogenforelle keine einheimische Art ist, darf sie heute nur mit Bewilligung des Bundes ausgesetzt werden. Der Gesuchsteller muss nachweisen, dass einheimische Tiere und Pflanzen nicht gefährdet sind. Mit einer sogenannten Einbürgerung entfiele die Bewilligungspflicht.

Lukas Reimann, Praesident AUNS, referiert anlaesslich der ausserordentlichen Mitgliederversammlung, am Samstag, 4. Oktober 2014, in Winterthur. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Ausgerechnet der SVP-Nationalrat Lukas Reimann macht sich stark für die Ausländerin. Bild: KEYSTONE

Das letzte Wort hat das Parlament

Der Bundesrat befürchtet jedoch negative Konsequenzen auf die einheimische Fauna. Er beantragt dem Parlament, Reimanns Vorstoss abzulehnen. Der Bund wolle einheimische Fischarten fördern, schreibt er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Motion. Die Regenbogenforelle sei ein amerikanischer Salmonide. Sie sei in die Schweiz eingeführt und künstlich eingesetzt worden, einzig zu Fischereizwecken.

Reimann macht geltend, die Regenbogenforelle sei schon seit über 130 Jahren in Schweizer Gewässern heimisch – und angepasst: Sie finde sich mit den geänderten Umweltbedingungen besser zurecht als die Bachforelle. Das Zusammenleben mit der Äsche sei zudem unproblematisch. Die Regenbogenforelle müsse daher akzeptiert und eingebürgert werden.

Reimann hatte dies schon früher gefordert. Weil der damalige Vorstoss bis heute nicht behandelt wurde, versucht er es nun erneut. Entscheiden wird das Parlament. (whr/sda)

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