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An inmate of the pre-deportation detention unit at the airport prison in Kloten in the canton of Zurich, Switzerland, looks out of the barred window, pictured on November 1, 2010. Most of the inmates wait for their deportation because they contravened the law on foreign nationals, a small number among them has been criminally convicted. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Eine Inhaftierte der Abteilung Ausschaffungshaft im Flughafengefaengnis in Zuerich Kloten blickt am 1. November 2010 aus dem vergitterten Fenster. Die Insassen warten in den meisten Faellen aufgrund Verstoessen gegen das Auslaendergesetz auf ihre Ausschaffung, ein kleiner Teil aufgrund strafrechtlicher Verurteilung. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Warten auf die Ausshaffung am Flughafen in Zürich. Bild: KEYSTONE

Erstmals schafft die Schweiz einen Asylsuchenden per Linienschiff aus



Die Schweiz hat erstmals einen renitenten abgewiesenen Asylsuchenden per Schiff ausgeschafft. Der Marokkaner hatte sich zunächst zwei Mal geweigert, mit einem Linienflugzeug in seine Heimatland zurück zu fliegen. Darauf entschied das Staatssekretariat für Migration (SEM), den Mann mit einem Sonderflug nach Südfrankreich zu fliegen und von dort per Linienschiff nach Marokko zu fahren.

«Die Rückführung auf dem Seeweg fand im Sinn eines Pilotversuchs statt»», sagt SEM-Sprecher Martin Reichlin der «NZZ am Sonntag»". Der Versuch sei erfolgreich verlaufen. «Weitere Rückführungen nach Marokko auf dem Seeweg sind nicht ausgeschlossen, werden aber voraussichtlich die Ausnahme bleiben.»

Die Zwangsausschaffung des Marokkaners erwies sich als kompliziertes und zeitraubendes Unterfangen. Beteiligt waren Schweizer, französische und marokkanische Behörden, wie die die Zeitung schreibt. So begleiteten Schweizer Polizisten den Mann während der gesamten Rückführung; allein die Schifffahrt vom französischen Mittelmeerhafen Sète nach Nordafrika dauerte mehr als dreissig Stunden.

Amnesty International kritisiert, dass die Zwangsausschaffung per Linienschiff nicht von der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) überwacht worden ist. Das geschieht seit Mitte 2012 bei allen Rückführungen mit Sonderflügen. (feb)

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