Schweiz
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Der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub soll kommen in der Schweiz



Väter sollen nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen bezahlten Urlaub erhalten. Dies will die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates. Sie hat sich mit 13 zu 10 Stimmen bei 1 Enthaltung für eine parlamentarische Initiative ausgesprochen.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) findet, der Vaterschaftsurlaub sei aus familienpolitischen Gründen angezeigt, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Die Mehrheit der SGK hält den Vorschlag für sozialpolitisch verträglich. 

ZUR NEUSTEN UMFRAGE DES BUNDESAMTES FUER STATISTIK, UEBER DEN KINDERWUNSCH VON JUNGEN MAENNERN UND FRAUEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - An unmarried couple takes a walk with their children Marlon (2.5 years) and Moris (6 month), pictured on September 16, 2011, in Unterfelden in the canton of Aargau, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: KEYSTONE

Stimmt die Schwesterkommission des Ständerates ebenfalls zu, kann die Nationalratskommission einen Gesetzesentwurf erarbeiten, über den dann National- und Ständerat befinden.

Die parlamentarische Initiative eingebracht hatte der Bündner CVP-Nationalrat Martin Candinas. Die Präsenz der Väter nach der Geburt sei unerlässlich für einen guten Start ins Familienleben, argumentiert er. Beim ersten Kind müssten sich die Eltern in der neuen Situation einleben und eine Beziehung zum Neugeborenen aufbauen.

«Väter wollen Verantwortung wahrnehmen»

Seien Geschwister vorhanden, komme die Betreuung dieser Kinder hinzu. Dafür brauche es auch für die Väter eine Auszeit vom Erwerbsleben.

«Die jungen Väter wollen ihre Verantwortung wahrnehmen und müssen heute oft unbezahlten Urlaub nehmen», hält Candinas fest. Ein bezahlter Vaterschaftsurlaub sorge dafür, dass Väter sich ab der Geburt des Kindes an der Familienarbeit beteiligen könnten.

Finanzierung über Erwerbsersatzordnung

Wie der Mutterschaftsurlaub soll auch der Vaterschaftsurlaub über die Erwerbsersatzordnung (EO) finanziert werden. Väter sollen – wie Mütter – während des Urlaubs 80 Prozent des Erwerbseinkommens erhalten, maximal 196 Franken am Tag. 

Nach dem Vorschlag von Candinas könnte der Urlaub auch innerhalb eines halben Jahres nach der Geburt in Einzeltagen bezogen werden. Mütter haben seit Juli 2005 Anspruch auf einen 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub. (feb/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaiserin 16.04.2015 09:44
    Highlight Highlight 2 Wochen?! Ist ja ein Witz!
  • Apfelstrudel 16.04.2015 09:24
    Highlight Highlight Ich hab bei vier Kindern mit je 2 Tagen frei den Begriff "Vaterschaftsurlaub" mehr die Nase voll als von all den gefüllten Windeln
  • zoobee1980 16.04.2015 08:21
    Highlight Highlight Supidupi! 2 Wochen!??!!? Das sind ja... V-I-E-R-Z-E-H-N Tage!!! Reicht - für Geschlecht, Augen- und evtl. sogar Haarfarbe! Der Name könnte schwierig werden, aber den hat die KiTa-Betreuerin ja auf dem Anmeldeformular zum Nachschauen. IHR NASEN!
  • EvilBetty 16.04.2015 07:48
    Highlight Highlight Wow! Zwei Wochen?! Das ist ja grossartig!
    • Der Tom 16.04.2015 08:07
      Highlight Highlight Ka genau weil nach 2 Wochen sind sie aus dem gröbsten raus. Schlafen durch und so
  • LucasOrellano 16.04.2015 06:29
    Highlight Highlight Das ist mal ein sehr guter Anfang, aber leider immer noch viel zu wenig.
  • Markus L 16.04.2015 06:09
    Highlight Highlight 2 Wochen sind ja wohl das absolute Minimum. Und selbst das ist offenbar noch umstritten. Müssen wohl nochmal 2 Generationen vergehen, bis wir auf einem skandinavischen Level sind.

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