Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Un public nombreux assiste a une seance d'information a la population concernant l'implantation en 2017 d'un nouveau centre federal pour les requerants d'asile a la Guglera ce mercredi 25 fevrier 2015 a Giffers dans le canton de Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Halle in Giffers ist rappelvoll. Auch die Schweizer Fahne fehlt nicht. Bild: KEYSTONE

Neustrukturierung im Asylwesen

Rund 1000 Bürger füllen den Saal in Giffers FR am Infoabend über das erste Bundesasylzentrum – der Widerstand wächst 



Die geplante Asylunterkunft im freiburgischen Giffers beunruhigt die Einwohnerinnen und Einwohner. Fast tausend Personen haben am Mittwochabend an einem Informationsanlass des Kantons teilgenommen.

Gemeindepräsident Othmar Neuhaus (CVP) brachte seinerseits die Missbilligung der lokalen Behörden gegenüber dem Asyl-Projekt vor den Versammelten zum Ausdruck.

Das erste geplante Bundesasylzentrum

Hier soll das erste Bundesasylzentrum hin. Bild: KEYSTONE

Diese Art von Projekt wecke am Anfang immer Widerstand, sagte Barbara Büschi, stellvertretende Direktorin des Staatssekretariats für Migration (SEM). Doch meist lege sich die Aufregung schnell wieder, wenn die Unterkunft erst einmal in Betrieb sei.

Die Wahl auf den Ort – das Freiburger Institut Guglera in Giffers – sei nicht willkürlich gefallen, sagte Regierungsrätin Anne-Claude Demierre. Es sei vielmehr der einzige Standort gewesen, der alle Anforderungen des Bundes erfüllt habe. Vor allem die Kapazität und die schnelle Verfügbarkeit hätten den Ausschlag gegeben.

Erstes neues Bundesasylzentrum

Die Gemeindebehörden sind jedoch nicht vorgängig konsultiert worden. Sie haben am 9. Februar von Bund und Kanton vom Vorhaben erfahren.

Giffers ist der erste Standort für eines der neuen Bundesasylzentren im Rahmen der Neustrukturierung im Asylwesen. Ab 2017 sollen dort in einem Institutsgebäude bis zu 300 Asylsuchende aufgenommen werden. Die Gemeinde liegt im oberen Sensebezirk und zählt rund 1500 Einwohner. Vorgesehen ist, dass die französische Schweiz etwa 1300 der insgesamt rund 5000 erwarteten Asylsuchenden aufnimmt.

Das Institut Guglera ist ein Seminarzentrum, das unter anderem Integrations- und Förderprogramme für Jugendliche und junge Erwachsene anbietet. Das SEM erwirbt das Gebäude gemäss eigenen Angaben im Einvernehmen mit dem Kanton Freiburg. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wetter mit Migrationshintergrund: Das steckt dahinter

Die ersten Hoch- und Tiefdruckgebiete in diesem Jahr haben migrantische Namen. Ein Schweizer Verein will damit auf die Vielfalt in der Bevölkerung hinweisen.

Bald könnte die Meteorologin im Fernsehen von Ahmet berichten, der Regenwolken ins Mittelland schickt. Oder von Dragica, die Sonnenstrahlen bringt. Dahinter steckt die Kampagne «#Wetterberichtigung», eine Aktion der Neuen Schweizer Medienmacher*innen (NCHM*) und ihren Pendants aus Deutschland und Österreich. Die Vereine haben für dieses Jahr insgesamt 14 Wetterpatenschaften gekauft, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

«Wir wollen die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft aufzeigen und dass …

Artikel lesen
Link zum Artikel