Schweiz
Banken

Deutsche Steuerhinterzieher bekommen kalte Füsse und zeigen sich massenweise an

Fall Hoeness

Deutsche Steuerhinterzieher bekommen kalte Füsse und zeigen sich massenweise an

Die Haftstrafe für den früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeness zeigt in Deutschland Wirkung: In Nordrhein-Westfalen zählten die Finanzämter im ersten Halbjahr 4591 Selbstanzeigen mit Bezug zur Schweiz. 
03.07.2014, 15:4103.07.2014, 16:32

Die Zahl der Selbstanzeigen hat sich im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen verdreifacht, erklärte das Landes-Finanzministerium am Donnerstag in Düsseldorf. Allein im Juni seien gut 500 Selbstanzeigen eingegangen. Anfang Juni hatte der knapp drei Monate zuvor zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Fussballmanager Hoeness seine Gefängnisstrafe angetreten.

Nach Angaben des Ministeriums summiert sich die Zahl der Steuerselbstanzeigen damit in Nordrhein-Westfalen seit dem Frühjahr 2010 auf 16'511. Durch Selbstanzeigen, die Auswertung von Steuer-CDs und Bussgelder habe die Finanzverwaltung des Bundeslandes insgesamt Mehreinnahmen von deutlich über einer Milliarde Euro erzielt.

Mehr zum Thema

«Die neuen Zahlen bestätigen Berichte von Steuerberatern darüber, dass das Reservoir von Selbstanzeigen noch längst nicht ausgeschöpft ist», sagte Landes-Finanzminister Norbert Walter-Borjans. Auch in Bayern war nach früheren Angaben der dortigen Finanzverwaltung die Zahl der Steuerselbstanzeigen in den ersten Monaten des Jahres sprunghaft gestiegen. Ab dem kommenden Jahr werden die Voraussetzungen für eine Strafbefreiung erhöht. Ausserdem steigt der Strafzuschlag für nachgezahlte Steuern. (whr/sda/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«SRG wird kaputt gemacht»: Bündner aus der zweiten Reihe bringt Pfeffer in SRG-«Arena»
Soll die SRG die Haushalte 300 oder 200 Franken jährlich kosten? Wie viel braucht es, den Service Public zu gewährleisten? Was könnten überhaupt private Medienhäuser übernehmen? Antworten lieferte die Abstimmungs-«Arena».
Es ist noch nicht so lange her, da hat Bundesrat Albert Rösti gesagt: «Es scheint, als brauche es jetzt eine Initiative zur Halbierung der Rundfunkgebühren, um die SRG auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.»
Zur Story