Schweiz
Basel

Basel: Ehemaliger Polizist soll über 500'000 Franken aus Parkuhren gestoh

Ehemaliger Polizist aus Basel-Land soll über 500'000 Franken aus Parkuhren gestohlen haben

27.02.2026, 14:5027.02.2026, 14:59

Der ehemalige Chef der Stadtpolizei Laufen im Kanton Basel-Land soll während seiner Karriere über Jahre Münzgeld aus Parkuhren geklaut haben.

Eine neu installierte digitale Parkuhr der Stadt Zuerich am Zaehringerplatz, aufgenommen am Mittwoch, 5. November 2025 in Zuerich. (KEYSTONE/Claudio Thoma)
Der Ex-Polizist muss sich ab März vor Gericht verantworten. (Symbolbild)Bild: keystone

Der ehemalige Beamte soll die Stadt über 20 Jahre lang bestohlen und dabei insgesamt 538’557 Franken geklaut haben. Dies berichtet die «Basler Zeitung». Als dieser 2021 zurücktrat, begann ein Strafverfahren gegen den heute 68-Jährigen.

Laut Anklageschrift soll der Ex-Beamte bereits 2003 mit dem Diebstahl von Münz begonnen haben. Als Stadtpolizist hatte der Beschuldigte Zugang zu den Münzbehältern, in denen das Bargeld der Parkuhren aufbewahrt wurde.

Das geklaute Geld soll der Basler Polizist im Casino verspielt haben. Ob bei dem pensionierten Polizisten eine Spielsucht vorliegt, liesse sich aus der Anklageschrift nicht schliessen.

Im September 2022 wurde der ehemalige Polizist verhaftet, vorgeworfen wird ihm qualifizierte Veruntreuung und gewerbsmässiger Diebstahl. Der Prozess gegen den 68-Jährigen startet im März. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Verantworten muss sich der ehemalige Beamte für alle Taten, die er nach 2010 begangen haben soll. Dies betrifft den Zeitraum von April 2010 bis Dezember 2021. Insgesamt habe der Basler in diesem Zeitraum 487’128 Franken entwendet, so der Vorwurf laut der «Basler Zeitung». Die angeblichen Diebstähle vor dem Jahr 2010 sind bereits verjährt.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich 2019 in Richterswil im Kanton Zürich. Dort hat ein ehemaliger Beamter 144’000 Franken aus Parkuhren gestohlen. Er wurde 2019 vom Gericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Was dem ehemaligen Basler Beamten für eine Strafe drohen würde, ist bis anhin nicht bekannt. (nib)

    DANKE FÜR DIE ♥
    Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
    (Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
    5 CHF
    15 CHF
    25 CHF
    Anderer
    Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
    Drogen-Funde aus aller Welt
    1 / 16
    Drogen-Funde aus aller Welt
    Bei einem Einsatz im Nordwesten Kolumbiens haben Sicherheitskräfte über acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift sei in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenplantage im Departement Antioquia entdeckt worden.
    Auf Facebook teilenAuf X teilen
    US-Kapitolpolizei fesselt Demonstrierende im Rollstuhl mit Kabelbindern
    Video: watson
    Das könnte dich auch noch interessieren:
    Du hast uns was zu sagen?
    Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
    19 Kommentare
    Dein Kommentar
    YouTube Link
    0 / 600
    Hier gehts zu den Kommentarregeln.
    Die beliebtesten Kommentare
    avatar
    ch.vogel
    27.02.2026 15:48registriert Mai 2014
    Mich würde ja echt interessieren, wieso die Diebstähle 20 Jahre lang nicht aufgefallen sind, aber jetzt plötzlich auf den Franken genau beziffert werden können.

    Da hat doch irgendwer in der Buchhaltung/Controlling völlig geschlafen oder zumindest ein Auge zugedrückt? Oder wurde das alles vom Chef selber abgesegnet und es gab gar kein Vieraugenprinzip?
    590
    Melden
    Zum Kommentar
    avatar
    Naraffer
    27.02.2026 15:30registriert März 2014
    Der Staat wollte Casinos. 100000 gesperrte Personen wegen „auffälligem“ Spielverhalten. Die Rechnung bezahlt der Steuerzahler und ihre Familien. Und dazu kommen dann noch die Online Casinos und Hinterzimmer.
    382
    Melden
    Zum Kommentar
    19
    Schlafstörungen kosten die Schweiz jährlich 15 Milliarden Franken
    Schlafstörungen belasten das Schweizer Gesundheitswesen und die Wirtschaft mit jährlich rund 15 Milliarden Franken. Das sind die höchsten Pro-Kopf-Kosten in Europa, wie aus einer im Fachblatt «European Journal of Neurology» erschienenen Studie hervorgeht.
    Alleine die Folgekosten von Schlafapnoe belaufen sich demnach auf 8,6 Milliarden Franken, schlüsselte das «Netzwerk Schlaf Schweiz» in einer Mitteilung vom Donnerstag auf. Weitere 4,2 Milliarden Franken entfallen auf lang andauernde Schlafstörungen in Form von Insomnie, 2,3 Milliarden Franken auf sogenannte Restless Legs, also unangenehme Beinbewegungen im Schlaf.
    Zur Story