Schweiz
Food

Basler Labor findet Radioaktivität in türkischen Gewürzen und Tee

Wegen Tschernobyl: Basler Labor findet Radioaktivität in türkischen Gewürzen und Tee

18.07.2024, 10:3218.07.2024, 10:32

Das Kantonale Laboratorium von Basel-Stadt hat in verschiedenen Proben von Gewürzen und Tee aus der Türkei Spuren von Radioaktivität nachgewiesen. Es handelt sich um Folgeerscheinungen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986, wie das Laboratorium am Donnerstag mitteilte.

türkischer Tee
Gewisse Tees aus der Türkei sind radioaktiv.Bild: Shutterstock

Insgesamt seien 25 Lebensmittelimporte aus der Türkei erhoben und unter anderem auf Cäsium-137 untersucht worden. In 9 der 25 Proben seien radioaktive Spuren nachgewiesen worden.

Die höchste Konzentration sei in einem Schwarztee entdeckt worden. Der Höchstwert gemäss Tschernobyl-Verordnung sei aber deutlich unterschritten worden.

Radiocäsium und Radiostrontium stammen aus Reaktorunfällen und Atombombentests und sind aufgrund ihrer langen Halbwertszeiten von 30 Jahren auch weiterhin in der Umwelt vorhanden, wie das Laboratorium schreibt.

Die Türkei sei als grosses Teeanbaugebiet besonders vom radioaktiven Fallout nach der Katastrophe in Tschernobyl betroffen. Teepflanzen seien bekannt dafür, dass sie grosse Mengen an Radionukliden aufnehmen können. (saw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
20 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20
«Politische Geiseln»: Russischer Milliardär und seine Frau klagen gegen die Schweiz
Erstmals wehrt sich ein russischer Oligarch gegen die Sanktionen. Er sucht die Öffentlichkeit und kritisiert eine «Sippenhaft».
Bis zum 24. Februar 2022 führten Andrei und Aleksandra Melnitschenko mit ihren Kindern in St. Moritz ein Leben ohne finanzielle Sorgen. Dann marschierte die russische Armee in die Ukraine ein und das Paar landete auf allen relevanten Sanktionslisten – auch in der Schweiz. Die Schweizer Behörden froren 231 Millionen Franken ein und sperrten die Villa in St. Moritz. Die Familie lebt nun in einem Hotel in Dubai und wehrt sich von dort gegen die Sanktionspolitik der Schweiz.
Zur Story