Schweiz
Bern

Polizei löst Veranstaltung in Burgdorf BE nach Auseinandersetzung auf.

ARCHIV - 06.08.2015, Schleswig-Holstein, Flensburg: ILLUSTRATION - Ein Streifenwagen der Polizei steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf der Stra
Es kam es im Vorfeld der Veranstaltung in Burgdorf BE zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Dutzend Personen.Bild: keystone

Polizei löst Veranstaltung in Burgdorf BE nach Auseinandersetzung auf

15.12.2024, 19:4815.12.2024, 21:57

Die Kantonspolizei Bern hat am Samstagnachmittag aus Sicherheitsgründen eine eritreische Veranstaltung in der Markthalle in Burgdorf aufgelöst. Im Vorfeld war es zu mehreren tätlichen Auseinandersetzungen gekommen, bei denen zwei Personen leicht verletzt wurden.

Nach Angaben des Online-Portals 20min.ch handelte es sich bei der Veranstaltung um ein Fest regimetreuer Eritreerinnen und Eritreer. Es seien auch Vertreter des eritreischen Konsulats angereist, um Reden zu halten.

Wie die Kantonspolizei Bern am Sonntag mitteilte, war es bereits vor der Veranstaltung zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Dutzend Personen gekommen. Deshalb seien die Einsatzkräfte vor Ort gewesen.

Nach eingehender Prüfung durch die Stadt Burgdorf und in Absprache mit dem Regierungsstatthalteramt sei dann entschieden worden, den Veranstaltern die Bewilligung aus Sicherheitsgründen zu entziehen und die Veranstaltung aufzulösen. 21 Personen seien weggewiesen und gegen zwei eine Strafanzeige wegen Hinderung einer Amtshandlung ausgesprochen worden.

In der Schweiz leben mehrere zehntausend Eritreerinnen und Eritreer. Einige von ihnen suchten bereits 1993 Zuflucht vor dem Bürgerkrieg um die Unabhängigkeit Eritreas. Manche von ihnen unterstützen auch heute noch die eritreische Regierung. Andere flohen in den vergangenen Jahren vor der Diktatur oder dem strengen lebenslangen Wehrdienst- und Zwangsarbeitssystem. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Der Streit um die Mieten eskaliert, bevor er richtig begonnen hat
Der Bundesrat hat am Freitag einen Gegenvorschlag zur Mietpreis-Initiative angekündigt. Und schon gehen die Wogen hoch. Die Initianten sprechen von einem «Skandal».
Geht er, bleibt er, wie lange noch? Der Rücktritt von SVP-Bundesrat Guy Parmelin ist das grosse Gesprächsthema in Bundesbern. Manche hatten erwartet, dass der Wirtschaftsminister die Bundesratssitzung vom Freitag nutzt, um seinen Abgang anzukündigen. Doch weit gefehlt. Stattdessen stellte Parmelin an der Sitzung die Weichen für einen schwierigen Abstimmungskampf, den sein Departement austragen muss – dannzumal jedoch ohne ihn. Die Rede ist von der «Mietpreis-Initiative». Sie kommt frühestens 2028 an die Urne. Dass Parmelin dann noch im Amt ist, erwartet kaum jemand.
Zur Story