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«Messer ins Herz» – Frau nach tödlichem Streit in Schwarzenburg vor Gericht



Das Regionalgericht Bern-Mittelland hat einen pädophilen Sozialtherapeuten nachträglich verwahrt. (Archivbild)

Regionalgericht Bern-Mittelland Bild: KEYSTONE

Ein 28-jährige Ungarin muss sich seit Mittwoch vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland wegen vorsätzlicher Tötung verantworten. Sie soll Anfang Oktober 2018 in Schwarzenburg einen Mann umgebracht haben.

Die beiden gerieten in der Wohnung des Opfers beim Nachtessen aneinander. Zunächst verlief der Streit verbal, dann kam es auch zu Tätlichkeiten.

Die Frau rief die Ambulanz an, sie solle kommen und den Mann abholen. Dieser habe Alkohol- und Drogenprobleme. Als sie dem Mann mitteilte, sie gehe nach draussen, die Ambulanz abholen, artete der Streit aus. Die Frau ging in die Küche, um ein Rüstmesser zu holen, wie aus der Anklage hervorgeht.

Der Mann kam nun ebenfalls in die Küche und ging schreiend auf die Frau zu. Diese stiess dem Mann das Messer in die Brust, worauf sie laut Anklage mindestens den Tod des Mannes in Kauf nahm.

Anschliessend begleitete die Frau den Mann zu einem Sofa wo der Mann schliesslich die Ambulanz rief, weil er «ein Messer ins Herz bekommen» habe.

Das Opfer erlitt eine einzige Stichverletzung. Der Mann verlor aufgrund der Verletzung rund 2.5 Liter Blut und verstarb noch vor Ort.

Für die Frau gilt bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils die Unschuldsvermutung. Das Urteil wird am Freitag eröffnet. (aeg/sda)

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