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Ein Interview wie eine Schulhofschlägerei: Andreas Thiel zu Gast bei Roger Schawinski, 15. Dezember 2014.
Ein Interview wie eine Schulhofschlägerei: Andreas Thiel zu Gast bei Roger Schawinski, 15. Dezember 2014.Bild: screenshot youtube/srf

Der Gewerbeverband macht mobil gegen die Billag – mit einem bissigen Andreas Thiel

Andreas Thiel stichelt gegen Roger Schawinski: Der Satiriker behauptet, der TV-Moderator solle pro Jahr 300'000 Franken verdienen mit seinem Talk auf SRF. Doch diese Zahl ist bei Weitem übertrieben. Und eigentlich geht es ihm um was anderes: Die Billag-Abstimmung im kommenden Juni.
10.04.2015, 14:5610.04.2015, 16:07
Ein Artikel von
Aargauer Zeitung

Der Talk zwischen Roger Schawinski und Andreas Thiel von letztem Dezember gehört zur Fernsehgeschichte: Der TV-Moderator und der Satiriker geraten aneinander und decken sich gegenseitig mit Beleidigungen ein. Eigentlich wollte Schawinksi mit Thiel aber über eine Streitschrift reden, welche letzterer drei Wochen zuvor in der «Weltwoche» veröffentlicht hat. 

«Ich habe gehört, dass Schawinski ein Jahressalär von 300'000 Franken dafür abzockt, dass er einmal wöchentlich schlecht vorbereitet 30 Minuten lang mit jemandem redet»

Andreas Thiel bei Roger Schawinski

Das TV-Gespräch hat Thiel anscheinend noch immer nicht ganz verdaut. In der neuesten Ausgabe der «Schweizerischen Gewerbezeitung» stichelt der Satiriker laut «Blick» gegen den TV-Moderator erneut: «Ich habe gehört, dass Schawinski ein Jahressalär von 300'000 Franken dafür abzockt, dass er einmal wöchentlich schlecht vorbereitet 30 Minuten lang mit jemandem redet», behauptet er in der Plattform der Gewerbler.

Diese Behauptung ist allerdings falsch. Schawinski hat seinen Lohn vor drei Jahren offengelegt: Pro Sendung soll er 3000 Franken verdienen, was bei rund 40 Sendungen pro Jahr ein Salär von 120'000 Franken ergibt.

Jetzt auf

Doch worum es dem Satiriker wohl eigentlich geht, ist eine Breitseite gegen das SRF. Diesen Juni stimmt das Volk über die Billag-Gebühren ab und so startet Thiel einen Rundumschlag gegen den «aufgeblasenen Service Public»: 

«Ein zwangsfinanzierter Staatssender hat in der heutigen medialen Welt keine Daseinsberechtigung mehr.»

Oder:

«Tiefgang heisst bei SRF unter der Gürtellinie.»

Was dabei ebenfalls mitschwingt, ist die ausgebliebene Entschuldigung des SRF gegenüber des Satirikers wegen des missglückten Talks vergangenen Dezember: Schawinski konnte in seinen Augen mit dem «Segen» der SRF-Oberen «Verleumdungen und Ehrverletzungen» von sich geben. «Ich glaube aber nicht, dass da noch etwas zu erwarten ist, wie denn von SRF allgemein nicht mehr viel zu erwarten ist.» (fam)  

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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klugundweise
10.04.2015 15:06registriert Februar 2014
Der Herr behüte uns vor einem Fernsehprogramm, nach den Vorstellungen von Herrn Thiel, Frau Rickli u.a., finanziert von einem national-konservativen Milliardär.
Es gibt genügend Beispiel von Superreichen welche über ihre Medienmacht die Politik steuern.
Volch, tue d Auge uf !
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Robert K.
10.04.2015 15:20registriert Februar 2015
Nach der Verunglimpfung des Islam, setzt Hr. T. seine populistische Wichtigtuerei mit falschen Aussagen und Verunglimpfungen fort. Wäre dies ein Kommentar eines Bloggers würden die Beiträge von Hr. T. gelöscht, wegen Regelverstössen.
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Schneiderlein
10.04.2015 16:13registriert Mai 2014
Ich habe gehört, dass Thiel ein Jahressalär von 500'000 Franken aus Herrliberg erhält. Dafür muss er immer wieder irgendetwas brabbeln und dem angelernten Stuss eine Portion Satire und künstlerische Verschrobenheit verleihen. Der Häuptling der Scheinpartei SVP will in nächster Zeit das Angebot erweitern. Nebst Buurezmorge sind angedacht Verlegerlunch und Kabarettistenapero.
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