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Staatschefs treffen sich am G-20 Gipfel 2011 in Frankreich. Die Gesichter haben sich geändert, die Löhne auch. bild: wikipedia

487'000 Franken pro Jahr: Simonetta Sommaruga verdient mehr als Barack Obama



Kleine Quizfrage: Welcher Staatschef kassiert am meisten?

Nein, nicht US-Präsident Barack Obama. Und nein, auch nicht der russische Präsident Wladimir Putin, von dem man munkelt, sein Vermögen sei grösser als dasjenige der beiden reichsten Menschen der Welt. 

Es ist Singapurs Staatschef Lee Hsien Loong. Der Premierminister des südostasiatischen Stadtstaates verdient jährlich 1,7 Millionen Dollar, umgerechnet 1,64 Millionen Schweizer Franken und knackt damit als einziger Staatslenker die Millionengrenze, wie der Businessinsider publik machte. 

Singapore's Prime Minister Lee Hsien Loong addresses the nation after the passing of his father former prime minister Lee Kuan Yew at the Istana in Singapore March 23, 2015. Lee Kuan Yew, Singapore's first prime minister, died on Monday aged 91, triggering a flood of tributes to the man who oversaw the tiny city-state's rapid rise from a British colonial backwater to a global trade and financial centre. REUTERS/Ministry of Communications and Information of Singapore/Terence Tan/Handout via Reuters

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Lee Hsien Loong, Singapurs Premier. Bild: HANDOUT/REUTERS

Dagegen sieht der Lohnzettel des mächtigsten Mannes der Welt, Barack Obama, richtig bescheiden aus: 400'000 Dollar streicht der US-Präsident jährlich ein. Putin kommt offiziell sogar nur auf 136'000 Dollar und liegt damit noch hinter Italiens Premier Matteo Renzi und dessen 124'600 Dollar.

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bild: screenshot/businessinsider

Und auf Platz 2 der Lohnrangliste? Simonetta Sommaruga. Die Polizei- und Justizministerin wird laut Zahlen des Bundes jährlich mit 445'000 Franken entschädigt. Hinzu kommt eine Spesenpauschale von 30'000 Franken und als Bundespräsidentin gibt's 12'000 Franken obendrauf. Sommaruga verdient als Bundespräsidentin also beachtliche 487'000 Franken pro Jahr und liegt damit vor Obama, wie der Handelszeitung aufgefallen ist.

Nicht einberechnet ist dabei die Rente, die Bundesräte nach ihrem Austritt aus der Regierung erhalten. Diese entspricht der Hälfte des Lohnes während der Amtszeit. Üben die ehemaligen Magistrate später wieder eine Erwerbstätigkeit, so verringert sich die Rente entsprechend. Das kommt nicht selten vor: Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind Kaspar Villiger, der nach seiner Zeit als Bundesrat Verwaltungsratspräsident der UBS wurde oder Moritz Leuenberger, der ein Verwaltungsratsmandat der Baufirma Implenia übernahm.

International sind die alt-Bundesräte damit in guter Gesellschaft. Gerhard Schröder, Bill Clinton oder Tony Blair bessern ihre Renten alle auf. Die einen mit zweifelhaften Beratertätigkeiten, die anderen mit einträglichen Reden und Auftritten vor Publikum.

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Verdient ganz anständig: Der Bundesrat. bild: Bundeskanzlei/Christian Grund, Maurice Haas

Auch die Schweizer Beamten müssen nicht darben. Angestellte der höchsten Lohnklasse (Nr. 38) kommen jährlich auf 376'000 Franken. In diese Kategorie fallen etwa Yves Rossier, Staatssekretär des EDA und der Chef der Arme, André Blattmann. Die gesamte Lohntabelle ist hier nachzulesen. 

Im Vergleich zu den bestbezahlten Angestellten des Bundes sind das aber immer noch Hungerlöhne. Das Kader der Unternehmen und Anstalten des Bundes weist in der Steuererklärung noch einmal einen deutlich höheren Lohnposten aus.

Der Geschäftsleitungs-Präsident der Schweizerischen Unfallversicherung Suva, Ulrich Fricker, machte 2013 627'000 Franken vorwärts, die Konzernleiterin der Post, Susanne Ruoff, verdiente im gleichen Jahr 767'000 Franken und SBB-Chef Andreas Meyer kommt gar auf 944'000 Franken.

Der Medianlohn in der Schweizer Privatwirtschaft beträgt demgegenüber pro Monat 6118 Franken brutto (für das Jahr 2012). (wst)

Sind die Löhne von Schweizer Beamten angemessen?

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